Marketing-Parasiten sollen weiter verfolgt werden

FIFA - Gütliche Einigung mit Visa.

Der Welt-Fussball-Verband FIFA weist in seiner jüngsten Mitteilung auf eine erfreuliche Entwicklung hin: Bei den diesjährigen Weltmeisterschaften in Japan und Südkorea haben sich deutlich weniger multinationale Marketer illegal ins Weltcup-Werbeumfeld eingeklinkt als noch vor vier Jahren bei der WM in Frankreich. Ausserdem wären die weitaus meisten Hinterhalt-Ambush-Marketer nach entsprechendem Hinweis auf die nur von der FIFA vergebenen Rechte sofort zu einem Kompromiss bereit gewesen. So könne man insgesamt darüber erfreut sein, dass die überwältigende Mehrheit der zu den offiziellen Sponsoren und FIFA World Cup-Partnern in Konkurrenz stehenden Multis die Rechte der rechtmässigen Sponsoren respektiert und damit selbst der Überzeugung Ausdruck verliehen hätten, dass illegale Marketingoperationen in einem solchen Umfeld nicht nur den Sponsoren sondern dem Sport Event-Sponsoring selbst Schaden zufügen, erklärte FIFA-Marketingchef Patrick Magyar in einem Begleitkommentar.

Im Nachgang zur WM 2002 sei es der FIFA jedoch aufgefallen, dass ein globales Unternehmen, namentlich der multinationale Kreditkartenanbieter Visa, die offizielle FIFA World Cup-Trophäe ohne offizielle Genehmigung auf seiner brasilianischen Werbsite zur Schau stelle. Auf erste Abmahnungen habe Visa zwar nicht reagiert, nach zwangsläufig eingeleiteten rechtlichen Schritten sei es in der letzten Woche dann aber doch zu einer gütlichen aussergerichtlichen Einigung mit dem Endergebis gekommen, dass das widerrechtlich gebrauchte Logo aus dem Internet-Auftritt von Visa verschwindet.