Die US-Zeitschrift "Mediaweek" hat ihren Trend-Report 2010 veröffentlicht. Danach wird das nächste Werbejahr zwar besser, aber noch lange nicht gut. Für den Ausblick hat "Mediaweek" die Zahlen von verschiedenen Marktforschungs- und Beratungsunternehmen wie Nielsen, PwC oder Zenith zusammengefasst. Dabei wurden die Segmente TV, Digital, Print und Radio getrennt betrachtet:
Für frei empfangbare TV-Netzwerke prognostiziert "Mediaweek" kein besonders gutes Jahr. So rechnet PwC mit einem weiteren Rückgang der Werbe-Einnahmen um elf Prozent. Bezüglich dem Werbeumsatz sind sich die Beratungsunternehmen nicht einig: Während Zenith von einem Null-Wachstum ausgeht, prognostiziert der Finanzinvestor Veronis ein Minus von 4,6 Prozent. PwC rechnet mit einem Plus von 4,4 Prozent. Bessere Prognosen werden für kostenpflichtiges Kabel-TV gestellt: Sowohl PwC als auch Zenith und VSS gehen von einem Wachstum zwischen 3,6 und 7,1 Prozent aus.
Gemischt sind auch die Prognosen für das digitale Werbegeschäft. PwC sagt für 2009 ein Minus beim Display-Anzeigengeschäft von 16,8 Prozent, für 2010 noch einen Rückgang um 6,3 Prozent. Mobile befindet sich laut den Markforschern zwar im Wachstumskurs, doch schwächer als allgemein erhofft. Das Problem liege bei den Mobilfunkfirmen, die sich technisch noch ungenügend auf die Vermarktung von Anzeigen eigestellt hätten.
Weiter im Minus bleibt gemäss dem Trend-Report die Print-Branche. PwC rechnet 2010 mit einem Anzeigenrückgang von 4,9 Prozent bei Magazinen und 11,9 Prozent für Zeitungen. Einig ist man sich aber trotzdem: Mit 2009 gehe eines der schlimmsten Jahre für die Branche zu Ende. Alle Beraterfirmen sehen zudem klar den Trend hin zu Bezahlinhalten.
Am besten wird es 2010 den US-Radios gehen. Alle Firmen rechnen in diesem Segment nach Jahren des Rückgangs wieder mit einem Plus: PwC und VSS gehen von einem Wachstum um 7,5 Prozent aus, Zenith prognostiziert ein Plus von 5,6 Prozent.