Messegelände Basel vor Modernisierung

Messe Schweiz - Herzog & de Meuron präsentiert Bau von Grosspassarelle.

Der Basler Messeplatz soll mit einer doppelstöckigen Glas-Passarelle teilweise überdacht werden. Zudem sollen die Halle 3 und ein Kopfbau ersetzt werden. Mit diesem 350-Millionen-Projekt will die Messe Schweiz bis 2012 dringend nötige Flächen gewinnen.

Das am Mittwoch den Medien präsentierte Projekt der Basler Architekten Herzog & de Meuron soll nicht nur eine wegfallende provisorische Halle ersetzen, sondern auch die jüngste Halle 1 mit den Gebäuden auf der anderen Platzseite verbinden. Das Parkhaus bekommt ein Facelifting, das Kongresszentrum wird modernisiert.

Der Messeplatz unter der Grosspassarelle soll als attraktive "City Lounge" für die Öffentlichkeit durchgängig bleiben, sagte Pierre de Meuron. Die Trams führen künftig im Zehn-Meter-Luftraum unter der Passarelle durch. Die Herbstmesse bekäme nicht nur dort ein Dach, sondern könnte neu auch die Halle 1 mit nutzen.

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Sachzwang und Nutzen Kosten soll das ganze Projekt 350 Mio. Franken. Davon will die Messe Schweiz AG (mch) 200 selber tragen; den Rest sollen die Kantone Basel-Stadt (100 Mio.) und Baselland (50 Mio.) beisteuern. Die beiden Basel sollen auch eine Kapitalerhöhung der Messe von etwa 40 Mio. Fr. mittragen. Die Regierungen stehen hinter dem Vorhaben.

Zu überzeugen sind noch die Parlamente: In Basel-Stadt ist der Zonenplan anzupassen, und in beiden Kantonen sind die Beiträge abzusegnen. Somit sind auch Volksabstimmungen möglich. Die Messe hofft, dass ein Urnengang entfällt, weil die provisorische Halle 6 mit 26 000 Quadratmetern nach 2012 nicht mehr zur Verfügung steht.