Die Attraktivität eines Unternehmens als Arbeitgeber hat nicht nur Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter, sondern auch auf den wirtschaftlichen Erfolg. Dabei erzielen beliebte Firmen im Schnitt eine um 24 Prozent höhere Aktienrendite, wie die Managementberatung Hewitt Associates aufzeigt. In ganz Europa ist Microsoft dem Institut Great Place to Work zufolge vor Google der bei den eigenen Mitarbeitern beliebteste grosse Arbeitgeber. Der Softwarekonzern liegt mit Microsoft Slowenien auch in Zentral- und Osteuropa (CEE) voran, hier jedoch in der Kategorie mittelständische Betriebe. Attraktivster Arbeitgeber unter Grossunternehmen in CEE ist McDonald's Russland.
Bei attraktiven Arbeitgebern sei die Mitarbeiter-Fluktuation um 15 Prozent geringer als bei weniger beliebten und es würden mit 4,8 statt sieben rund 45 Prozent weniger Fehltage anfallen, so die Hewitt-Statistik. Die Beliebtheit eines Arbeitgebers zeigt sich offenbar schon bei den Bewerbungen in der Personalabteilung. Hier erhalten präferierte Unternehmen etwa viermal so viele Zuschriften. Gleichzeitig seien die Arbeitnehmer bedeutend engagierter, was sich wiederum positiv auf das Erreichen bzw. Übertreffen der Unternehmensziele auswirke.
Das Engagement der Arbeitnehmer ist beim Berufseinstieg besonders hoch. Im ersten Jahr einer Neuanstellung "verhalten sich Mitarbeiter wie Frischverliebte", die eher über Fehler hinwegsehen. Enttäuschungen seien in dieser Zeit jedoch fast unvermeidbar, wodurch das Mitarbeiter-Engagement innerhalb der ersten zwölf bis 18 Monate von durchschnittlich 69 auf 59 Prozent sinke. Die Attraktivität eines Arbeitgebers schlägt sich aber auch auf dessen Unternehmenszahlen nieder. Zwar gelten positive Geschäftszahlen bei Konzernen wie Microsoft oder McDonald's hierfür wohl kaum als Massstab, unter den attraktivsten Arbeitgebern befinden sich jedoch auch viele kleine Unternehmen und lokale Grössen. (Ende)