Nach der Migros-Möbelkette Micasa wird nun auch Interio neu positioniert. Unzufrieden ist die Migros bei Interio im Inland sowohl mit den Einrichtungshäusern wie auch mit dem neuen Boutique-Konzept, in dem Accessoires verkauft werden. Dieter Berninghaus, Handelschef beim Migros-Konzern und in dieser Funktion für Interio zuständig, bestätigt gegenüber der SonntagsZeitung: "Wir haben bei Interio Kunden und Marktanteile verloren."
Der unschöne Doppelname Depot/Interio, den man für die Boutiquen in der Schweiz führt, stehe zur Disposition: "Das Doppelbranding war ein Kompromiss in einer konzeptionellen Übergangsphase. Wir prüfen derzeit, ob das langfristig auch wirklich Sinn macht", sagt Berninghaus. Er betont, die Migros sei mit Depot im Ausland "sehr zufrieden". "2011 entstehen in Deutschland und Österreich rund 80 neue Depot-Boutiquen. Es ist das am schnellsten wachsende Nonfood-Konzept im deutschsprachigen Raum." Bei der Migros hofft man, dass Interio im zweiten Halbjahr 2011 die Trendwende schafft.

