Migros-Tochter erwägt Abwanderung ins Ausland

Ex-Libris - Grund: Wiedereinführung der Buchpreisbindung.

Nach dem Nationalrat hat sich vergangene Woche auch der Ständerat für die Wiedereinführung der Buchpreisbindung ausgesprochen. Die Migros-Tochter Ex-Libris, die den grössten Online-Buchhandel der Schweiz betreibt, wehrt sich dagegen und bereitet Gegenmassnahmen vor. "Den Internet-Teil würden wir sicher ins Ausland verlegen", sagt Migros-Chef Herbert Bolliger gegenüber der Zeitung "Sonntag". "Wir würden den Namen wechseln, zum Beispiel auf www.exlibris.de oder www.exlibris.eu, und den ganzen Versand nach Deutschland verlegen, zum Beispiel nach Lörrach auf die andere Seite der Grenze. Das würde die Schweiz einige Arbeitsplätze kosten." Der bestehende Online-Shop exlibris.ch und die 119 Filialen würden zwar bestehen bleiben, müssten jedoch die Bücher zu den in der Schweiz geltenden höheren Preisen anbieten. Ex-Libris-Geschäftsleiter Peter Bamert befürchtet deshalb, dass die Kunden zu ausländischen Anbietern wie Amazon wechseln würden.