Mit Humor gegen Littering

Katja Jost und Christian Stüdi - Das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering IGSU hat eine nationale Kampagne lanciert, die Abfall im öffentlichen Raum mit Humor statt Verboten bekämpft.

Konzipiert wurde sie vom freischaffenden Kreativ-Duo Katja Jost und Christian Stüdi, das sich in einem Auswahlverfahren gegen andere Agenturen durchsetzte, teilen sie mit. Neben Plakaten wurden settingspezifische Massnahmen entwickelt, die direkt in Parks, an Seeufern oder auf belebten Plätzen zum Einsatz kommen. Dazu gehören als Monster getarnte Abfalleimer oder Kübel mit witzigen Headlines, die zur korrekten Entsorgung aufrufen.

Im vergangenen Jahr wurden die Massnahmen auf 26 öffentlichen Plätzen in neun Städten und Gemeinden der Deutsch- und Westschweiz getestet. Basis für die Konzeptentwicklung war eine wissenschaftliche Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Ziel war es, korrektes Verhalten durch Humor, Überraschung und positive Verstärkung zu fördern. Nur die effektivsten Ideen erhielten grünes Licht für die nationale Umsetzung.

Das Plakat-Sujet zeigt ein laufendes Abfallsäckli. Passend zur Thematik sind Logos und Claim im Bild aufgeräumt, nämlich im Kübel. Mehrere Medien berichteten über die Kampagne. Die getesteten Massnahmen konnten das Littering im öffentlichen Raum im Durchschnitt um rund ein Drittel reduzieren. (pd/spo)