Neue Akzente bei Sommerferien-Vermarktung

Schweiz Tourismus - Mehr Social-Media und neue Länder im Visier.

Schweiz-Tourismus-Chef Jürg Schmid will bei der Vermarktung der Sommerferien neue Schwerpunkte setzen: Nach dem Erfolg bei den Chinesen (2010: plus 35 Prozent bei den Übernachtungen) soll das Reiseland Schweiz jetzt auch in weiteren Wachstumsmärkten verstärkt beworben werden, wie Schmid in der Zeitung "Sonntag" sagt. Im seinem Visier stehen dabei das Boomland Brasilien sowie Polen. Zudem sollen die kommunikativen Anstrengungen in den sogenannten "Social Media" verstärkt und sogar eine Fachabteilung aufgebaut werden. "Auf Facebook werden uns Fragen in allen Sprachen gestellt." Gespart wird ebenfalls. Und zwar bei den Aktivitäten in Japan.

Einem Ausbau der Aktivitäten steht die Absicht des Bundes gegenüber, das Budget von Schweiz Tourismus um fünf Millionen Franken zu kürzen. Das sind 12 Prozent des bestehenden Jahresbudgets. "Das würde bedeuten, dass wir in allen Märkten weniger oder in ein paar Märkten nichts mehr täten", ärgert sich der Direktor. Deshalb will er sich nächsten Frühling im Parlament dafür einsetzen, dass ihm die Fördergelder aus dem "Innotour"-Fonds zur Verbesserung der Qualität im Schweizer Tourismus nicht gestrichen werden. Schmid setzt auf die strategische Weitsicht des Parlaments: "Wir sind ein fantastischer Türöffner im Ausland, ein grosser Sympathieträger. Es wäre wieder einmal ein fatale, helvetische Einstellung, dort Mittel zu streichen, wo es gut läuft."