An der Universität Zürich sollen künftig alle Sponsoringverträge offengelegt werden. "Es braucht volle Transparenz", sagt Michael Hengartner, der designierte Rektor der grössten Uni der Schweiz im Interview mit der "SonntagsZeitung". Zudem dürften Sponsoringverträge die Freiheit in Forschung und Lehre in keiner Weise antasten.
Die Universität Zürich ist in die Kritik geraten, weil sie den Inhalt eines Lehrstuhl-Sponsoringvertrags mit der UBS über 100 Millionen Franken nur teilweise und dies erst noch auf grossen Druck von aussen offenlegte. Hengartner will zudem den Engpass in der Medizinerausbildung beheben, weil es "nicht in Ordnung sei", dass wir so viele Ärzte importieren.
Ab kommendem Herbst wird die Uni Zürich die Zahl der Studienplätze von 240 auf 300 erhöhen. Der Numerus clausus, den man aus Angst, zu viele Ärzte auszubilden, eingeführt habe, sei "ein Rohrkrepierer", sagt Hengartner. (Sonntagszeitung)
Neuer Rektor will Sponsoring-Transparenz
Universität Zürich - Künftig sollen alle Verträge offengelegt werden.