Am Mittwoch ist Marcel Perren zum neuen Tourismus-Direktor von Luzern gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Urs Kamber an, der im Mai nach einem Burn-out zurückgetreten war ("persoenlich.com" berichtete). Heute Donnerstag hat der 39-Jährige seine Ideen vorgestellt. Tourismus sei für ihn eine Leidenschaft, sagte Perren, der aus einer Zermatter Hoteliersfamilie stammt. Mit dem Posten im "touristischen Juwel Luzern" erfülle sich für ihn ein "beruflicher Traum". Luzern biete mit seinen historischen Bauten, den Bergen, dem See und den Museen "viel Swissness auf kleinstem Raum".
Als Tourismusdirektor will Perren die Wettbewerbsposition der Marke Luzern stärken, die Zahl der Logiernächte weiter steigern und so die touristische Wertschöpfung verbessern. Kooperationen mit der Wirtschaft sollen auch den Businesstourismus voranbringen.
Kräfte und Mittel bündeln
Um diese Ziele zu erreichen will Perren wieder aktiver in den jeweiligen Märkten präsent sein und das Produkt Luzern direkt verkaufen. Dazu sollen die Marketingaktivitäten mit Schweiz Tourismus verbessert werden. Geplant sei zudem auch eine Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank.
Er habe eine positive Aufbruchstimmung festgestellt, sagte Perren weiter. Dennoch sei es nötig, dass der regionale Zusammenhalt gestärkt werde: "Die Region muss im Markt vermehrt als Einheit unter dem Namen Luzern auftreten." Dafür sei es auch nötig, die verfügbaren Marketingmittel zu bündeln.
Luzern in Peking
Ein Projekt für einen solchen Auftritt in einem neuen Markt ist laut Perren die Präsenz an den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Das dortige Schweizer Haus soll unter Luzerner Flagge betrieben werden. Luzern käme zu einem Auftritt wie das Wallis 2006 in Turin.
Gegenwärtig arbeite eine Steuergruppe an der Finanzierung des 4,5 Mio. Franken teuren Projekts, das in Zusammenarbeit mit "Präsenz Schweiz" realisiert würde. Im Dezember entscheidet der Verwaltungsrat der Luzern Tourismus AG darüber.