"Zurücklehnen und zugucken statt aktiv herumklicken -- das gilt nach Erkenntnissen der deutschen Multimedia-Kommunikationsagentur 21Torr als der neueste Trend im Internet. Immer mehr Webseiten würden so konzipiert, dass der Surfer in eine TV-ähnliche Zuschauerrolle schlüpfen und es sich im "Websessel bequem machen kann.
"Statt blosse Hyperlinks für hyperaktive Nutzer anzubieten, setzt sich derzeit eine Linie durch, die den Surfer eher als Zuschauer begreift, ihn an die Hand nimmt und durch die Erlebnis- oder Produktwelt eines Angebots führt, erklärt Martin Cserba, Geschäftsführer der 21Torr Agency, diesen Ansatz. Allerdings müssten die interaktiven Elemente überall gut sichtbar parat stehen, damit der "Zuschauer jederzeit aktiv eingreifen kann.
"Der heutige Surfer will zwar die Präsentationsarbeit dem Anbieter überlassen statt sich die Informationen selbst zusammenzusuchen. Er verlangt aber dennoch zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle über das Bildschirmgeschehen und erwartet einen klaren Nutzenvorteil dieser Darstellungsmethodik. Nur wenn dies gewährleistet ist und beispielsweise dem Interessenten alltägliche Einsatzszenarien eines neuen Produkts auf einfache Weise näher gebracht werden, wird er bleiben bzw. in tiefere Informationsebenen einsteigen, erläutert 21Torr-Chef Martin Cserba.
Technologisch gilt nach Angaben von 21Torr Flash-Video als die derzeit angesagteste Methode, Fernsehähnliche Erlebniswelten im Internet zu schaffen. Flash-Video ist nicht nur für Real-Produktdarstellungen geeignet, sondern vor allem auch, um Personen auf den Schirm zu bringen, die Produkte erklären bzw. durch ein interaktives Format moderieren.
"Die Personality-Komponente schafft viel mehr Nähe zur Marke, Vertrauen und Glaubwürdigkeit und legt damit eine wichtige Basis für das Online-Business, sagt Martin Cserba. Besonders innovative Top-Marken wie beispielsweise Apple, BWM, Hewlett-Packard, Sony und Vodafone haben Flash-Video bereits im Einsatz, aber 99 Prozent der kommerziellen Websites grosser Markenartikler haben sich noch nicht auf das neue Paradigma des Couch Surfer eingestellt, sagt Martin Cserba.