10.04.2012

"Neuerdings ist in den TV-Spots auch mein Sohn Stefan zu sehen"

Babynahrunghersteller Claus Hipp gehört zu den bekanntesten Unternehmern Deutschlands. "Persönlich" sprach mit dem Biopionier über Trends im Babynahrungsmarkt, seine ungewöhnliche Werbekampagnen und den Steuerstreit zwischen Deutschland und der Schweiz. Zum Interview:
"Neuerdings ist in
den TV-Spots auch mein Sohn Stefan zu sehen"

Herr Hipp, Ihre Mutter ist Schweizerin, Sie leben in Deutschland. Welchem Land fühlen Sie sich mehr verbunden?

Ich habe sowohl das Schweizer wie auch das deutsche Bürgerrecht. Vom Charakter her bin ich aber den Schweizern mehr verbunden.

Sie sind – nicht zuletzt durch Ihre TV-Auftritte – die personifizierte Verkörperung der Firma Hipp. Ist dies nicht manchmal ein Nachteil?

Die Vorteile überwiegen gegenüber den Nachteilen. Konkret bedeutet dies aber, dass ich mich immer so bewegen muss, dass ich unserem Unternehmen nicht schade.

Wie ist diese Werbekampagne mit Ihnen als Hauptakteur entstanden (vgl. Spot unten)?

Die Kampagne hat uns ursprünglich unsere Werbeagentur Serviceplan vorgeschlagen. Zuerst sträubte ich mich dagegen, mittlerweile ist sie zur Visitenkarte unserer Firma geworden. Die Leute sprechen mich deswegen auch auf der Strasse an. Wenn ich irgendwo ein Formular ausfülle, werde ich so lange nach Vor- und Nachnamen befragt, bis sich mein Gegenüber ganz sicher ist, dass ich der Richtige bin. Für mich ist es aber normal, Verantwortung für unser Unternehmen und seine Produkte zu tragen. Neuerdings ist in den TV-Spots auch mein Sohn Stefan zu sehen, was zeigen soll, dass wir immer noch ein reines Familienunternehmen sind und das auch bleiben wollen.