Weltweit sind fast 70 Prozent der Speaker auf Konferenzen männlich, was laut Annette Häcki, Initiantin von Eva on Stage, zu einem Verlust an wichtigen Perspektiven führt. «Es ist ein Problem, weil damit wichtige Perspektiven verloren gehen», wird sie in den Unterlagen zitiert. Ohne präsente Frauen fehlten nicht nur Themen im Diskurs, sondern auch Vorbilder, die andere Frauen inspirieren. Das neue Programm setzt hier an und will weibliche Führungskräfte unterstützen, da diese laut den Initiantinnen oft aus Zeitmangel oder wegen hoher eigener Ansprüche auf Bühnenauftritte verzichten.
Häcki betont den strategischen Wert von Sichtbarkeit für Führungskräfte und ihre Unternehmen. «Sichtbarkeit ist damit ein Führungsinstrument. Und gerade im KI-Zeitalter zählt der menschliche Faktor: Haltung, Glaubwürdigkeit und Präsenz lassen sich nicht automatisieren.»
Das Programm ist ganzheitlich konzipiert und verbindet Aspekte wie Stimme, Körpersprache und Storytelling mit Medienpräsenz und Bühnenroutine. Als Coaches engagiert wurden die Moderatorin Kiki Mäder, die Stimmexpertin Inês Moura und die Journalistin Angélique Beldner.
Die Klassen sind auf zehn Teilnehmerinnen beschränkt, um den Aufbau eines Netzwerks zu fördern. Ein Live-Auftritt an einem exklusiven Event bildet den Abschluss des Trainings. Die erste Klasse startet im September 2026. (pd/cbe)