Von insgesamt 18 für die EURO 08 vorgesehenen Sponsoring-Partnerschaften sind nur noch drei Engagements offen. Dies erklärte Martin Kallen, CEO der UEFA EURO 2008 anlässlich der Promarca- Mitgliederversammlung in Bern. Kallen erwartet vom weltweit drittgrössten Sportanlass in der Schweiz direkte und indirekte wirtschaftliche Effekte von rund 370 Millionen Euro. In Österreich und der Schweiz soll 2008 die "beste Fussball-Europameisterschaft aller Zeiten" stattfinden. Die WM in Deutschland nannte Kallen ein bisher wunderbares Turnier und Gradmesser für die EURO 2008.
Die Marketing-Struktur der EURO 08 sieht 10 Partner und Sponsoren mit weltweiten Rechten vor. Einer davon wird laut Martin Kallen zurzeit noch gesucht. Von 4 nationalen Supportern in der Schweiz ist noch eine Partnerschaft offen. Dasselbe gilt für Österreich. Ziel sei es, bis Ende dieses Jahres alle kommerziellen Partner gefunden zu haben.
EURO bringt Schweiz 370 Millionen Euro Umsatz
Als weitere Jahresziele nannte Kallen die Verabschiedung der Konzepte für Sicherheit, Ticketing und Transport sowie den Start der Kommunikationskampagne. Die direkten und indirekten wirtschaftlichen Effekte der EURO 08 bezifferte Kallen für die Schweiz mit 370 Millionen Euro Umsatz. Die Bruttowertschöpfung betrage 213 Millionen Euro. Das Maskottchen der EURO 08 soll während der Qualifikation im September dieses Jahres lanciert werden. Der Ticketverkauf startet im März kommenden Jahres.
Die WM in Deutschland ist laut Kallen auch ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Turnier in zwei Jahren. "Wenn in Deutschland alles gut geht, ist das auch ein gutes Zeichen für EURO 2008." Sandra Caviezel, Leiterin Sportsponsoring bei der Credit Suisse, erläuterte die Sponsoring-Aktivitäten der Grossbank am Beispiel des Engagements bei der Schweizer Flussball-Nationalmannschaft.
In homogenen und gesättigten Märkten wie dem Bankensektor gebe es wenige bis keine rationalen Anhaltspunkte, um sich für oder gegen ein Produkt oder eine Marke zu entscheiden. Es gehe darum, eine emotionale Differenzierung gegenüber den Mitbewerbern zu erreichen. Eine Marke wird laut Caviezel durch Sponsoring erlebbar und erhält dadurch nachhaltige Glaubwürdigkeit.
Auch für Promarca-Präsident Alexander Jost ist diese emotionale Bindung mitentscheidend für den Erfolg einer Marke. Dafür brauche es quantitativ und qualitativ starke Kommunikations-Plattformen. Jost sprach sich ausserdem für ein partnerschaftliches Vorgehen mit dem Handel aus, um Bewegung in das wirtschaftliche Umfeld zu bringen und die Rahmenbedingungen zu verbessern. Notwendig sei eine alle Wirtschaftszweige umfassende Liberalisierung und Öffnung.
Die Bilder
Dass die Promarca-Mitglieder auch als Fussball-Fans eine gute Figur machen, zeigen die Bilder in der "persoenlich.com"-Galerie.
Gruppenbild der Teilnehmer am Apéro der Promarca-Mitgliederversammlung (vordere Reihe: Martin Kallen (UEFA Euro08), Andreas Hug (Hug AG), Alexander Jost (Promarca), Sandra Caviezel (Crédit Suisse), Stéphane Chapuisat (Ex-Profi-Fussballspieler).