Nokia ist Europas wertvollstes Markenunternehmen

Studie - Nokia vor LVMH und INBEV.

Anfang dieser Woche hat das European Brand Institute in Wien die Markenwert Studie "eurobrand2009" vorgestellt. Dafür wurden mehr als 3'000 Markenunternehmen und deren Einzelmarken in 24 Ländern und 16 Branchen analysiert. Europas wertvollste Markenunternehmen sind demnach:

1. Nokia (35,220 Milliarden Euro)

2. LVMH (32,365 Milliarden Euro)

3. INBEV (26,927 Milliarden Euro)

4. Vodafone (23,789 Milliarden Euro)

5. Unilever (22,829 Milliarden Euro)

6. Telefonica (22,128 Milliarden Euro)

7. Mercedes (19,392 Milliarden Euro)

8. Deutsche Telekom (19,093 Milliarden Euro)

9. BMW (18,765 Milliarden Euro)

10. SAB Miller (18,349 Milliarden Euro)

Europas Finanzdienstleistungs- und Automotive Marken sind am stärksten von der Krise betroffen. Finanzdienstleistungsmarken verloren im Durchschnitt 24 Prozent an Markenwert, während Automotive Marken 9,6 Prozent einbüssten. Die britische Bankengruppe RBS (-40 Prozent), die deutsche Allianzgruppe (-18,5 Prozent) und Automarken wie die Fiat Gruppe, Mercedes und Porsche sind am meisten betroffen.

Konsumgütermarken sind die Gewinner der Krise und konnten ihren Markenwert um 5,8 Prozent erhöhen. Outperformer des Jahres ist die belgische Inbev Group, die durch die erfolgreiche Akquisition der US- Marke Budweiser ihren Markenwert um 56 Prozent steigern konnte. Auch Mischkonzerne, wie SAB Miller (+24,5 Prozent), Carlsberg (+21,5 Prozent), Nestlé (+15 Prozent) und Heineken (+14,4 Prozent) konnten beachtliche Markenwertsteigerungen realisieren.

Aufsteiger des Jahres ist die russische Telekomunikationsmarke Beeline. Sie repräsentiert die erste osteuropäische Marke im Europe’s TOP 50 Ranking der wertvollsten Markenunternehmen Europas. Die russischen TOP 10 Markenunternehmen verzeichnen im Vergleich zu 2008 einen 15,9 Prozent Markenwertzuwachs, die wertvollste Marke Beeline konnte sogar um 27,6 Prozent an Markenwert zulegen. Polens wertvollste Marke Polkomtel konnte um 17,5 Prozent wachsen, ebenso steigerten Gorenje (SL), OTP Bank (HU), Loto (RO) und Sazka (CZ) ihre Markenwerte deutlich.

"Gerade in den letzten Krisenmonaten haben sich die Vorteile starker Marken deutlich gezeigt. Marken, die über Jahre und Jahrzehnte sorgfältig aufgebaut wurden, behaupteten sich in der Krise besser als jene, in die nicht genügend investiert wurde", kommentiert Erich Buxbaum, Präsident IAA Europe die Ergebnisse. Die letzten Ergebnisse zeigten aber auch, dass sich niemand auf den erworbenen Lorbeeren ausruhen könne. Gerade der Finanzleistungssektor sei ein Beispiel dafür, wie schnell Marken ihren Wert wieder verlieren können. "Hier wird es einige Zeit brauchen das Vertrauen der Konsumenten wieder herzustellen."