Helvetas musste ein Inserat zurückziehen, dessen Sujet sich an das olympische Emblem anlehnte. Der Dachverband Swiss Olympic wurde nach Rücksprache mit dem IOK beim Hilfswerk vorstellig. Dieses löschte das Inserat darauf von der Internetseite. Christof Kaufmann, Mediensprecher von Swiss Olympic, bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden Bericht von "20 Minuten".
Das Inserat war laut Helvetas-Sprecher Matthias Herfeldt ein "Füllinserat", das den Medien zur freien Verfügung steht und für dessen Abdruck Helvetas nichts bezahlen muss. Es zeigt fünf mit Wasser gefüllte Gläser in der Anordnung der Olympiaringe, begleitet vom Text: "Die verbreitetste Disziplin in Afrika: Wasser tragen." Man sei sich natürlich im Klaren gewesen, dass die olympischen Ringe ein geschütztes Logo seien, sagte Herfeldt. "Wir waren allerdings der Meinung, dass das Markenrecht in dieser starken Abwandlung nicht zum Tragen kommt."
Markenrechtlich handelt es sich gemäss Christof Kaufmann von Swiss Olympic tatsächlich um einen "Grenzfall". Weil ausserdem ein Hilfswerk betroffen sei, habe der Verband das Gespräch gesucht und auf die Androhung weiterer Schritte verzichtet. Die Verwendung der "wertvollen Ringe" stehe nur den Sponsoren zu. "Das ist der grosse Mehrwert, den unsere Partner haben", sagte Kaufmann.
Laut Helvetas-Sprecher Herfeldt hat Swiss Olympic die Konsequenzen im Falle einer Weiterführung des Inserats deutlich gemacht und mit einer Konventionalstrafe gedroht. Man sei der Aufforderung trotz der wackligen rechtlichen Grundlage deshalb nachgekommen. Dass das Inserat vereinzelt immer noch gedruckt werde, habe man aber bisher nicht verhindern können. (sda/dpa)

