In Ostschweizer Tourismusbüros herrscht über die Sommermonate Hochbetrieb. Obwohl heute viele Buchungen über das Internet abgewickelt werden, sind telefonische Auskünfte oder Schalterbesuche nach wie vor gefragt, wie eine SDA-Umfrage zeigt. Die Infoschalter im Tourismusbüro St. Gallen-Bodensee sind derzeit ausgelastet. Die Mitarbeiter vermitteln Hotels, Stadtrundgänge, geben Informationsmaterial ab, verkaufen Souvenirs und Tickets. Ihr Zuständigkeitsgebiet ist das st. gallische Bodenseeufer, also die Gemeinden von Rorschach bis St. Margrethen.
Auch der gemeinsam mit Schweiz Tourismus entwickelte Internetauftritt vermöge die erhöhten Besucherzahlen nicht einzudämmen, sagt Astrid Nakhostin, Pressesprecherin von St. Gallen-Bodensee Tourismus. Die Homepage wird immer auf dem neusten Stand gehalten und die Touristen können wichtige Informationen anrufen. Über die Sommermonate werden im St. Galler Tourismusbüro die zwei Mitarbeiterstellen um 50 auf 200 Stellenprozente erhöht. In diese Zahl nicht miteingerechnet sind Praktikanten und Auszubildende. Über die Anzahl Schalterbesuche und telefonischen Anfragen wird nach Astrid Nakhostin keine Statistik geführt.
Im Toggenburg und dem St. Galler Oberland sieht das Bild nicht anders aus. Barbara Renfer, Mitarbeiterin im Tourismusbüro Wildhaus, hat einen breiten Aktivitätenkatalog. Dieser reicht von der Vermittlung von Hotels und Ferienwohnungen, über die Organisation von Bauernhof- und Reit-Camps für Kinder, Sennerei- und Stickerei-Besichtigungen bis hin zu aktuellen Wetterauskünften. Das Tourismusbüro Wildhaus ist nebem jenem der Gemeinde Unterwasser das grösste im Toggenburg. Zusätzlich zu Wildhaus betreut es die Gemeinde Alt St. Johann. An einem Tag gingen zur Zeit schätzungsweise 50 Anfragen ein, sagt Barbara Renfer.
Seit Ferienbeginn nehmen die Anfragen zu. Das Team bleibt dasselbe. Es sind vier Angestellte, die das Büro während sechs Tagen betreiben. Die Feriensaison für den Sommertourismus zieht sich bis in den Oktober hinein, denn auf die Familien folgen die Senioren, die im Toggenburg Ferien verbringen. In Wildhaus macht man derzeit die Erfahrung, dass mit dem ständig aktualisierten Internetauftritt, die telefonischen Anfragen gestiegen sind. Zwar werden heute viele Buchungen übers Internet vorgenommen, aber auf telefonische Anfragen verzichteten die Gäste nicht, sagt Barbara Renfer.