Nur eine Minderheit von Verwaltungsräten gelingt es, mit ihren Firmen langfristig eine überdurchschnittliche Performance zu erzielen. Zu diesem Schluss kommt eine Langfrist-Studie des Schweizerischen Instituts für Banken und Finanzen der Universität St. Gallen, die das Anleger-Magazin Stocks erstmals für die breite Öffentlichkeit publiziert. Die Studie ist deshalb interessant, weil sie die Frage nach dem besten Verwaltungsrat mit der Aktienperformance verknüpft.
Gute Verwaltungsräte sind nicht einfach jene, die in Umfragen am häufigsten genannt werden, sondern jene, die für ihre Aktionäre den höchsten Mehrwert erzielen. Das Ergebnis: Die durchschnittliche Jahresrendite der in die Untersuchung einbezogenen Verwaltungsräte war um 3.7 Prozent schlechter als diejenige des Swiss Performance Index.
Die beste Performance mit seinen Verwaltungsratsmandaten erzielte Beat Sarasin (in den Verwaltungsräten von Roche, Sarasin und dem damaligen Bankverein). Der heutige Bundesrat Christoph Blocher platzierte sich auf Rang 9 (mit seinen Mandaten Ems-Chemie, Alusuisse und Arbonia Forster). Auf den hintersten Plätzen der Untersuchung der Universität St. Gallen sind die ehemaligen Swissair-Verwaltungsräte Lukas Mühlemann, Eric Honegger oder Benedict Hensch platziert.