Zum ersten Mal seit zwei Jahren ist 2002 der Personalbestand von Schweizer Firmen im Inland wieder gesunken. Im Ausland hingegen haben die grössten Schweizer Unternehmen ihren Personalbestand um rund 18'000 Stellen aufgestockt.
Über 1000 Arbeitsplätze sind in der Schweiz im Jahr 2002 weggefallen, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Top-2003-Umfrage der HandelsZeitung hervor geht. Im Vorjahr hatte noch ein Plus von 650 Stellen resultiert. Den grössten Beschäftigungsrückgang gab es im vergangenen Jahr bei Zurich Financial Services (-2462 Stellen). Einen grossen Stellenabbau vermeldeten auch UBS (-1191), Swisscom (-814), die Reinigungsfirma ISS (-800) und ABB (-800).
Mehr Stellen im Detailhandel
Umgekehrt stieg allein bei Coop der Personalbestand um 3076. Das Plus resultierte aber vor allem aus der Übernahme von Epa. An zweiter Stelle liegt die Migros (+2357). Als besonders erfolgreich erwies sich das Geschäft in der Sicherheitsbranche. Die Securitas-Securiton-Gruppe erhöhte im vergangenen Jahr ihren Mitarbeiterbestand im Gefolge des Irak-Krieges um 14 Prozent.
Die Zusammenstellung der HandelsZeitung listet 1400 Industrie- , Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie Banken und Versicherungen auf. Nur gerade 300 Industriefirmen weisen für 2002 einen höheren Umsatz aus als 2001. Rund 40 Unternehmen konnten ihren Umsatz um über 20 Prozent steigern. Ertragsmässig sieht es ähnlich aus. Rund 250 Konzerne glänzten mit einem positiven Betriebsgewinn (EBIT). Sieben Konzerne erzielten einen EBIT von mehr als 1 Mrd. Franken. Umgekehrt stieg die Zahl der Firmen, die einen Verlust auswiesen, von 60 (2001) auf 80.
Wachstumsmärkte
Umsatz und Ertrag entwickelten sich in den einzelnen Sparten unterschiedlich. Zu den wachstumsstärksten Branchen zählten 2002 die Energieversorgung, die Medizinaltechnik, der Gütertransport und die Generalunternehmen. Deutlich rückläufig waren die Umsätze im Metall- und Stahlhandel, im Mineralölhandel sowie im Rohstoff-Welthandel.