Pick-Pay-Übernahme ermöglicht "Quantensprung“

Denner - Umsatz hat erstmals 2-Mrd.-Grenze überschritten.

Der Discounter Denner wächst weiterhin kräftig: 2005 verbuchte das Unternehmen wie schon in den Vorjahren ein zweistelliges Umsatzwachstum und übertraf erstmals in der Geschichte die 2-Milliarden-Grenze.

2005 steigerte Denner den Umsatz um 11,1 Prozent auf 2.05 Mrd. Franken, wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab. Darin noch nicht enthalten sind die Umsätze der per 1. November 2005 übernommenen Pick-Pay-Läden. Diese erzielten in den letzten zwei Monaten weitere 102.2 Mio. Fr. Umsatz, so dass der Gesamtumsatz um 16.6 Prozent auf 2.149 Mrd. Fr. zulegte.

Denner wächst sehr gesund

Denner habe das kräftige Wachstum in einem rückläufigen Markt erzielt, sagte Denner-Chef Philippe Gaydoul an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Gewinnzahlen gibt Denner nicht bekannt. Aber er könne versichern, dass Denner "sehr gesund" wachse, sagte Gaydoul.

Auch im laufenden Jahr will Denner den Expansionskurs fortsetzen. Dazu eröffnet Denner 15 neue Läden. Derzeit zählt Denner 325 Filialen und 288 Satelliten. Die Übernahme der 146 Pick-Pay-Läden von der deutschen Rewe habe Denner ein "Quandtensprung" ermöglicht.

Die Bereinigung an dem Doppelstandorten führe zur Schliessung von maximal 40 Läden. Danach werde Denner an 740 Standorten vertreten sein. Die Bereinigung des Filialnetzes nach der Pick-Pay-Übernahme führt laut Gaydoul nicht zu Entlassungen. Denner beschäftigt 3577 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 1189 davon stammen von Pick-Pay.

Wachstumsrate weit über Migros und Coop

Erneut hat der drittgrösste Lebensmittelhändler ein deutlich kräftigeres Wachstum erzielt als Migros und Coop, die allerdings nach wie vor in einer höheren Liga spielen.

Branchenprimus Migros steigerte den Detailhandelsumsatz im vergangenen Jahr um 0.6 Prozent auf den Rekordwert 17.4 Mrd. Franken, bei Coop betrug das Plus 0.6 Prozent auf 14.1 Mrd. Franken. Denner hat den Umsatz in den vergangenen fünf Jahren ohne wesentliches Flächenwachstum um 53 Prozent gesteigert, wie Gaydoul ausführte.

Keine Angst vor Lidl und Aldi

Es sei ihm aber klar, dass "die Bäume nicht in den Himmel wachsen und wir uns mit geringerem Wachstum zufrieden geben müssen", sagte Gaydoul. Der Erfolg müsse in einem äusserst konkurrenzintensiven Marktumfeld mit ausgeprägtem Verdrängungswettbewerb Tag für Tag neu erarbeitet werden.