Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) darf auch in den Jahren 2011 bis 2018 die öffentlichen Plakatstellen in der Stadt Bern bewirtschaften. Der Gemeinderat gab der APG den Vorzug gegenüber der Clear Channel Outdoor Gruppe (CCO), wie er am Mittwoch mitteilte. Damit geht ein langwieriges Konzessionsverfahren zu Ende. Die Stadtregierung hatte die Konzession bereits im vergangenen September ausgeschrieben, brach sie aber im Winter nach einer Einsprache der CCO ab. Die US-Firma hatte geltend gemacht, durch die kurze Dauer des Konzessionsverfahrens werde die APG bevorzugt.
Im zweiten Anlauf kam nun doch die APG zum Zug. Sie wird der Stadt Bern in den Jahren 2011 bis 2013 eine jährliche Pauschalabgabe von rund 1,4 Millionen Franken entrichten. Das sind nur 100'000 Franken mehr als bisher. Das Ausschreibungsverfahren sei massgeblich von der schwierigen Wirtschaftslage beeinflusst worden, hält der Gemeinderat fest. Das sei auch in den eingereichten Angeboten zum Ausdruck gekommen.
Ab dem Jahr 2014 ist die Höhe der Abgabe vom Jahresumsatz der APG abhängig, wie die neue Konzession weiter festlegt. Der Gemeinderat hofft, dass er so von einer allenfalls verbesserten Wirtschaftslage profitieren kann. Die Konzession ist im weiteren gekoppelt mit unentgeltlichen Leistungen, welche die APG zu erbringen hat. Dabei geht es um die grossflächige Kulturplakatierung sowie um amtliche und politische Plakate. (sda)