Post zufrieden mit "Post im Dorfladen"

Projekt "Ymago" - Pilotversuche bisher erfolgreich.

Die Schweizerische Post ist zufrieden mit den ersten Versuchen für die "Post im Dorfladen". Das Projekt "Ymago" sei bis jetzt erfolgreich, schrieb sie am Donnerstag in ihrer Zwischenbilanz. Die Pilotphase dauert noch bis Mitte 2006.

Alle 36 Versuche seien inzwischen am Laufen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Post testet vier Pilottypen: Lead- und Zweig-Poststellen, Agenturen, Postunternehmer und in stark frequentierten Poststellen Automaten.

Um den Kundinnen und Kunden attraktivere Öffnungszeiten anzubieten, wurde an 16 Standorten Agenturen eingeführt -- zum Beispiel in Läden und bei Grossverteilern. Die Kunden können dort ihre Post auf einer Selbstbedienungswaage wägen und Geschäfte bargeldlos abwickeln.

Das Modell habe bisher gut funktioniert, schrieb die Post. Die Agenturen hätten sich mit dem Postgeschäft identifiziert. In Umfragen werde die Meinung der Kunden und der Behörden ermittelt. Jetzt schon lasse sich sagen, dass die Agenturen weniger stark genutzt würden als Poststellen.

Postunternehmer und Zentralisierung

In acht Versuchen kümmern sich so genannte Postunternehmer um die Geschäfte der Post. Diese haben laut der Post die budgetierten Umsätze bisher erreicht oder übertroffen. Bei den Kunden stosse das Projekt auf positives Echo.

In 20 Gemeinden und Städten laufen Pilotversuche mit der Aufteilung in Lead- und Zweig-Poststellen. Sie hätten gezeigt, dass eine Zentralisierung von Aufgaben in Lead-Poststllen machbar und effizient sei. Von der Kundschaft sei die betriebliche Umstellung offenbar nicht bemerkt worden.