PPR übernimmt die Aktienmehrheit

Puma - Kein Stellenabbau geplant.

Der französische Luxusgüterkonzern Pinault-Printemps-Redoute (PPR) hat die Mehrheitsanteile am Sportartikelhersteller Puma übernommen. Nach dem Ablauf der zweiten Annahmefrist halte PPR einen Aktienanteil von 62,1 Prozent an dem deutschen MDAX-Unternehmen, teilten beide Firmen am Dienstag mit. PPR hatte den Puma-Aktionären 330 Euro pro Anteilsschein geboten. Nach Ende der ersten Annahmefrist hatte sich PPR 33,2 Prozent der Puma-Anteile gesichert, die zweite Annahmefrist war am vergangenen Mittwoch abgelaufen.

Im April hatte PPR bekanntgegeben, ein Puma-Aktienpaket von 27 Prozent vom ehemaligen Grossaktionär Mayfair erworben zu haben. Dafür zahlte PPR den Tchibo-Erben Daniela und Günter Herz 1,4 Milliarden Euro, was einem Preis von 330 Euro je Aktie entspricht. Anschliessend hatte der Konzern den Puma-Aktionären ein Übernahme der Anteile zum gleichen Preis angeboten.

PPR hatte zuvor zugesichert, keine Arbeitsplätze bei Puma abbauen zu wollen. Zu dem französischen Konzern gehören unter anderem Luxusmarken wie Gucci und Yves Saint Laurent. Die Unternehmensgruppe beschäftigt rund 78'000 Mitarbeiter in 75 Ländern.