Unter dem Motto "Vielfalt L(l)eben - Culture Communications" stand der 45. Deutsche PR-Tag, der am vergangenen Freitag in der Zentrale der Deutschen Post World Net in Bonn über die Bühne ging. Mehr als 200 Teilnehmer aus Unternehmen und Agenturen diskutierten über die Bedeutung der Globalisierung und fortschreitenden Vernetzung für die Kommunikationsbranche. Fazit: Gerade in globalisierten Unternehmen sind Missverständnisse in der Kommunikation vorprogrammiert. Das zu verhindern, sei Hauptaufgabe der PR-Profis.
"Culture Communications beschreibt angesichts der weitgehenden internationalen Arbeitsteilung die Herausforderung, der sich immer mehr Unternehmen ausgesetzt sehen und umreisst damit das gewachsene Aufgabenspektrum der Kommunikationsverantwortlichen", so DPRG-Präsident Jürgen Pitzer in seiner Eröffnungsrede. Aufgabe der PR müsse es sein, das Gemeinsame über alle Grenzen hinweg zu definieren, herauszuarbeiten und danach auch zu handeln.
Immer häufiger kommen Menschen unterschiedlicher Kulturen miteinander in Kontakt. Moderne Informationstechnologien ermöglichen zwar interaktive Webkonferenzen und den sekundenschnellen Versand von immer grösseren Datenmengen rund um den Globus, sie helfen aber kaum dabei, das gesagte und geschriebene Wort auch richtig zu verstehen bzw. zu interpretieren -- vor allem bei unterschiedlichem kulturellen Hintergrund.
Aufgabe interkultureller Kommunikation ist es, eine Unternehmenskultur über alle geografischen Grenzen hinweg zu schaffen und Sprachgrenzen zu überwinden. Unterschiedliche Kulturen und Lebensweisen findet man nicht nur in anderen Ländern und Kontinenten. Auch innerhalb eines Landes oder Unternehmens gibt es oft unterschiedliche Kulturen. Es gelte, Respekt vor diesen Unterschieden zu gewinnen und richtig damit umzugehen.