Zwei innovative Diplomarbeiten zum Thema Markenbewertung sind anlässlich der 75-Jahre-Promarca-Jubiläumsveranstaltung in Interlaken mit dem "Preis des Markenartikels ausgezeichnet worden. Die mit je 5000 Franken dotierten Preise gehen in der Kategorie Universitäten an Marco Dietrich von der Universität Bern und in der Kategorie Fachhochschulen an das Duo Max Meister und Cyril Zimmermann von der HSW Bern.
Mit dem Preis des Markenartikels unterstützt der Schweizerische Markenartikelverband Promarca den wissenschaftlichen Nachwuchs mit dem Ziel, den Stand der Erkenntnisse über Marken und Markenartikel zu erweitern und gleichzeitig das Interesse der Studierenden an der Markenwelt zu fördern.
Marco Dietrich von der Universität Bern entwickelte in seiner Lizenziatsarbeit ein neues Markenbewertungsmodell. Es definiert eine Vielzahl von kundenorientierten und ökonomischen Variablen, die mit Hilfe einer Software ausgewertet und zur Ermittlung von Markenwert und Markenstärke herangezogen werden können.
Die Jury spricht in ihrem Bericht von einer herausragenden Arbeit, die durch hohen innovativen Gehalt, umfangreiche Recherche, tiefe Analyse und klare Darstellung überzeugt. Entscheidend für die Beurteilung sei zudem, dass es sich um eine Arbeit von sowohl hohem wissenschaftlichem Standard als auch hohem Praxisbezug handelt.
Max Meister und Cyril Zimmermann von der HSW Bern gingen das gleiche Thema von einer anderen Seite an. Sie erarbeiteten eine Bestandesaufnahme der vorhandenen Markenbewertungs-Modelle und bewerteten sie in Bezug auf das Corporate Brand Management. Dabei wurde deutlich, dass einseitig betriebswirtschaftlich oder verhaltenswissenschaftlich orientierte Modelle den kombinierten Modellen deutlich unterlegen sind. Nur wenige der vorhandenen Modelle sind gemäss den Autoren überdies praxistauglich.
Laut Jury liefert die Arbeit eine innovative Übersicht über die vorhandenen Modelle und bildet damit die Basis für weitere Forschungsarbeiten. Lob erhielten die Studenten zudem für ihre Simulation mit einer fiktiven Unternehmung und die einfache Darstellung komplexer Sachverhalte.
Die weiteren Preise im Bereich Universitätsarbeiten gingen an Elisabeth Moser (Universität Bern) und Teresa Valerie Tinz (Universität Zürich). Bei den Fachhochschulen wurden auf den Plätzen 2 und 3 Nathalie Kottelat (HEG Neuchâtel) und Patrick Bonfils zusammen mit Roger Muhr (HSW Bern) ausgezeichnet.