«Print ist nicht mehr wachstumsfähig»

Clear Channel - Nach nur eineinhalb Jahren als CEO wechselt er zur Aussenwerbe-Verkäuferin Clear Channel. Warum verlässt Christoph Marty Publicitas schon wieder? persoenlich.com hat nachgefragt.

von Edith Hollenstein

Herr Marty, warum gehen Sie?
Den Mediatype zu wechseln und meine Erfahrung in Vermarktung und digitaler Transformation einzubringen, ist eine sehr spannende Kombination und eine neue Herausforderung für mich. Das war ausschlaggebend für meinen Entscheid.

 

Und sonst?
Hinzu kommt, dass Aussenwerbung als Werbeform sehr zukunftsträchtig und im Wachstum begriffen ist. Ersteres gilt auch für Print, zweites leider nicht.

 

Wie hat sich Publicitas verändert in der Zeit unter Ihnen als CEO?
Publicitas ist mit klarem Fokus auf Print und Digital aufgestellt und die Stärkung als Verkaufsorganisation und Positionierung als digitaler Fullservice-Anbieter ist auf Kurs. Dieser Umbau und diese Fokussierung wurde von mir vorangetrieben.

 

Was heisst das bezüglich Mitarbeiter?
Die Mitarbeiterzahl hat sich trotz neuer Ausrichtung – abgesehen vom Regieverlust der NZZ-Gruppe – nicht wesentlich verändert. Wir bauen im Verkauf aus, und beschäftigen momentan, auf Vollzeitstellen berechnet, rund 320 Mitarbeitende bei Publicitas Schweiz und weitere 300 International.

 

Welches wird Ihre Hauptaufgabe sein bei Clear Channel?
Darüber spreche ich gerne zuerst mit meinem Team ab dem 1. November. Aber Clear Channel hat in den vergangenen Monaten stark in den Markt Schweiz investiert, etwa mit den kürzlich gewonnenen Ausschreibungen in Luzern und Zürich, namentlich VBZ, den Leuchtdrehsäulen und digitalen Screens auf öffentlichem Grund. In Zürich, im wichtigsten Werberaum der Schweiz, ist Clear Channel dank VBZ die neue Nummer 1 für Aussenwerbung. Dies muss entsprechend von allen gelebt und umgesetzt werden.