Product Placements graben TV-Sendern das Wasser ab

USA - Einnahmen fliessen nicht immer zu den TV-Stationen selbst.

In den USA sorgt die zunehmende Umschichtung von Werbegeldern zum Product Placement für weniger Einnahmen bei den TV-Sendern. Bei Product-Placement-Deals gibt es keine einheitlichen Standards und die Werbegelder gehen nicht immer an die Sender selbst, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) heute, Montag. Das macht den TV-Stationen Sorgen, die sie mit einem offensiveren Bemühen um derartige Werbedeals beantworten. .

Die Zahlung für eine Produktplatzierung geht oft an dritte Parteien, beispielsweise Agenturen oder Produzenten. Das WSJ führt als Beispiel die Reality-Show "Rock Star: INXS" von CBS an: Die Ausrüstung wurde vom Audiosystemehersteller SLS zur Verfügung gestellt, die Zahlung für das Product Placement erhielt allerdings der Produzent der Show und nicht CBS. Diese Entwicklung sehen im kommenden Jahr auch andere TV-Sender auf sich zukommen.

Rino Scanzoni von der Mediaedge:cia, einer Medienagentur der WPP-Group, geht davon aus, dass die Werbewirtschaft im kommenden TV-Jahr zwischen 100 und 125 Millionen Werbedollars von der traditionellen TV-Werbung abziehen und in Product Placement stecken wird. Der grösste US-Werber Procter & Gamble plant diesen Schritt bereits, andere werden folgen.