Radsport-Sponsoring beendet

Deutsche Telekom - Konzern zieht nach Dopingskandalen doch noch Konsequenzen.

Die Deutsche Telekom AG hat ihr Engagement im Radsport mit sofortiger Wirkung beendet. Das gab das Unternehmen am Dienstagnachmittag, bekannt. Damit ist der Supergau für den deutschen Radsport und insbesondere für das Radsportteam "T-Mobile-Team" eingetreten. Rund 15 Mio. Euro investierte die Deutsche Telekom jährlich in das Sponsoring.

"Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, um uns und die Marke T-Mobile von den jüngsten Doping-Erkenntnissen im Sport und speziell im Radsport zu distanzieren. Angesichts unserer langjährigen Unterstützung für den Profiradsport und der Fortschritte, die das Management um Bob Stapleton zuletzt machte, ist uns dies nicht leicht gefallen", sagte Telekom-Vorstand und T-Mobile International Vorstandsvorsitzender Hamid Akhavan.

An der Sichtweise, dass man durch seine Sponsoring-Engagements auch Verantwortung trägt, hat sich für die Deutsche Telekom nichts geändert. "Wir werden unseren Verpflichtungen im Anti-Doping-Kampf, dem wir eine nennenswerte Summe zur Verfügung stellen, unverändert nachkommen", sagte Akhavan.

Erst im August hatte die Deutsche Telekom nach wochenlangen Spekulationen das Engagement im Radsport bis 2010 verlängert. Voraussetzung dafür war allerdings die Verpflichtung, für einen sauberen Sport einzutreten und entsprechende Initiativen anzustossen. Mit dem Ausstieg zieht das Unternehmen jetzt jedoch die Konsequenzen aus den verschiedenen Dopingfällen, die in dem von ihr gesponsterten Profi-Radrennstall "T-Mobile Team" in den vergangenen Monaten bekannt wurden. (pte)