Riesige Werbeoffensive soll Touristen anlocken

Griechenland - Regierung verspricht Streik-Entschädigung.

Georgios Nikitiadis, griechischer Vizeminister für Tourismus, hat ein Gesetz angekündigt, das Touristen eine finanzielle Entschädigung bei Verzögerungen durch Streiks garantiert. "Wenn ein Tourist in Griechenland aufgrund eines Streiks länger im Land bleiben muss, zahlt künftig der griechische Staat für maximal drei Tage eine fix definierte Summe pro Tag als Entschädigung. Eine derartige Massnahme ist weltweit einzigartig", sagt Nikitiadis. Wie hoch diese Entschädigung sein wird, steht jedoch noch nicht fest. "Dies wird in den kommenden Tagen geklärt. Dann wird es auch eine zentrale Anlaufstelle geben, an die sich Touristen wenden können", so Nikitiadis.

Die Entschädigung soll einen Teil der Hotel-, Flug- sowie Verpflegungskosten abdecken. Welches Budget die griechische Regierung dafür in die Hand nehmen wird, konnte Nikitiadis nicht beantworten. "Wir wissen natürlich nicht, wie viele Touristen diese Entschädigungsforderung beanspruchen werden, daher ist eine Gesamtsumme schwer einzuschätzen".

Die negativen Schlagzeilen der vergangenen Monate haben sich natürlich auch negativ auf das Image Griechenlands als Tourismusdestination ausgewirkt. Dennoch bemerkt Nikitiadis, dass Griechenland etwa im Mai 2,75 Prozent mehr Ankünfte verzeichnen konnte als noch im vergangenen Jahr. Nikitiadis geht davon aus, dass gesamt gesehen das Niveau des Jahres 2009 gehalten, wenn nicht sogar leicht ausgebaut werden kann. "Wir haben sehr viele negative Bilder von Griechenland gesehen. Dies ist jedoch nur ein kleiner Teil von Griechenland und hat mit dem Tourismus an sich wenig zu tun", so Nikitiadis. Ausserdem merkt der Tourismusminister an, dass die mediale Berichterstattung sich zunächst auf Griechenland konzentriert hat, "weil wir die ersten waren, die derartige finanzielle Probleme hatten".

Um das Image weiter auzupolieren, hat Griechenland ausserdem eine Social-Media-Offensive gestartet. Unter dem Motto "You in Greece" präsentiert sich das Land, basierend auf den Erfahrungen und Erlebnissen der Touristen, die im Internet via YouTube, Facebook & Co darüber erzählen. So können beispielsweise Facebook-User unter http://www.facebook.com/visitgreecegr ihre Erfahrungen in Form von Kommentaren, Videos oder Bildern hochladen und mit anderen Teilen. Auch auf YouTube oder etwa Flickr wurden Communitys eingerichtet. (pte)