Der weltbeste Tennisspieler wird künftig nebst seinem In-House-Management auch von der weltgrössten Sportvermarktungsagentur IMG betreut, bei der er bereits früher unter Vertrag stand.
Die Aufgabenteilung umreisst Federers Anwalt Dr. Bernhard Christen so: "Alle bisherigen Verträge werden von uns in der genau gleichen Zusamensetzung wie bis jetzt weiter betreut, IMG kümmert sich um alles Neue."
Die schier unglaublichen Erfolge des Baselbieters im Jahre 2004 (unter anderem 3 Grand-Slam-Titel und Übernahme der Weltnummer 1), die heuer nahtlos ihre Fortsetzung gefunden haben, brachten ein Umdenken gegenüber der bisherigen Strategie, in der das Team Federer auf eine grosse Agentur verzichtet hatte. "Uns wurde vor etwa einem Jahr nach all diesen Erfolgen klar, dass wir im Vermarktungsbereich ein noch grösseres Netzwerk benötigen", so Christen.
Nach umfangreichen Abklärungen fiel die Wahl auf IMG. Die in den Sechzigerjahren von Mark McCormack gegründete Agentur etablierte sich in den letzten Jahrzehnten als klarer weltweiter Branchenleader und hat unter anderen Tiger Woods und Michael Schumacher, aber auch Pete Sampras oder Venus Williams, unter Vertrag.
Federers Strategie wird künftig noch mehr zweistufig ausgerichtet sein und seinem Status als Weltstar Rechnung tragen. Trotz globaler Ausrichtung sollen aber auch nationale Partner weiter berücksichtigt werden. Christen: "Wir wollen weiterhin ein nationales Standbein haben, aber auch das Fenster öffnen."
Federer selber bezeichnet die Situation als ideal: "Ich arbeite mit meinem bisherigen Team weiter, nutze die Vorteile dieser schlanken Struktur und verfüge gleichzeitig über ein weltweites Netzwerk."