Die Aktionäre des Autokonzerns DaimlerChrysler sollen der Umbenennung ihres Konzerns in Daimler AG zustimmen. Das Unternehmen hat für den heutigen Donnerstag zu einer ausserordentlichen Hauptversammlung in Berlin eingeladen. Auf der Traktandenliste steht die Abstimmung über den neuen Namen. Es wird mit intensiven Diskussionen über den geplanten Namen Daimler AG gerechnet, da eine Gruppe von Anteilseignern den Namen von Autopionier Carl Benz vermisst.
Der Namenswechsel erfolgt fünf Monate nach der Bekanntgabe des Verkaufs des US-Autobauers Chrysler an den Investmentfonds Cerberus. Dem Verkauf von Chrysler waren hohe Verluste der US-Sparte vorausgegangen. Ein radikales Sparprogramm, in dem Werke geschlossen und tausende Stellen gestrichen wurden, hatte letztendlich keinen Erfolg.
Die "Ehe im Himmel", wie der frühere Konzernchef Jürgen Schrempp den Zusammenschluss von Daimler-Benz und Chrysler einst nannte, war 1998 geschlossenen worden und hatte neun Jahre gehalten.
Zum offiziellen Ende der Ära DaimlerChrysler trumpft die Mercedes-Gruppe mit einem Rekordabsatz auf.Im September steigerte die Mercedes-Gruppe den Absatz im Jahresvergleich um 7,4 Prozent auf 124 600 Autos. In den ersten drei Quartalen 2007 verkaufte die Mercedes-Gruppe insgesamt 942 300 Fahrzeuge nach 934 200 Autos ein Jahr zuvor. (sda)