In der Bündner Hotellerie sind im August 7,4 Prozent weniger Übernachtungen gebucht worden als im gleichen Monat des Vorjahres. Im Vergleich zu den alpinen Konkurrenten Berner Oberland und Wallis verzeichnete Graubünden den grössten Rückgang. Um über 17 Prozent gesunken sind die Übernachtungen von Touristen aus Deutschland. Den praktisch gleich starken Einbruch erlebten die Hoteliers bei Gästen aus den Niederlanden, wie aus dem am Freitag publizierten Report der Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) hervorgeht. Die Zahl der Logiernächte von Schweizer Touristen blieb praktisch stabil.
Auf Destinationsebene registrierten Hotels im Prättigau und auf der Lenzerheide mehr Übernachtungen als im Vorjahresmonat. Die grössten Einbussen verzeichneten Häuser in der Region Engadin und Samnaun sowie im Gebiet Disentis und Sedrun. Laut GRF-Angaben liegen die August-Ergebnisse auch im 10-Jahres-Vergleich "klar unter dem Mittelwert". Der Rückgang landesweit betrug im Schnitt 6,4 Prozent. Die alpine Konkurrenz Graubündens, das Berner Oberland und der Kanton Wallis, verlor 5 Prozent respektive 6,9 Prozent an Hotelübernachtungen. Grössere Einbussen als Graubünden mussten der Kanton Tessin mit einem Rückgang von 12,5 Prozent und das Gebiet um den Genfersee mit minus 7,7 Prozent hinnehmen. (sda)