17.10.2011

ErlebnisMarken

Sammelfieber wütet

Run auf holzige Souvenirs auch in der Schweiz.

Erleben, Sammeln, Spielen: Gleich drei Leidenschaften werden mit den sogenannten ErlebnisMarken erfüllt. Seit 1998 erobern die runden Holzplaketten mit den doppelseitigen Motiven immer mehr Länder in Europa. Nun hat die Welle auch die Schweiz erreicht (siehe auch: ErlebnisMarken aus der Schweiz). Wer die Marken sammelt, baut sich mit der Zeit sein eigenes Erlebnisportal mit vielen schönen Erinnerungen auf. Und gleichzeitig entsteht ein Ausflugsnetz des jeweiligen Landes.

Auf den ersten Blick wirken sie wie ein Souvenir aus dem Ferienort. Doch ErlebnisMarken sind weit mehr als ein einfaches Mitbringsel. Die hochwertigen, runden Holzplaketten können ausschliesslich an den so genannten ErlebnisOrten erworben werden, was sie zur Exklusivität macht. Das eingebrannte Logo erinnert zum einen an die Zeit, die man dort verbracht hat. Die Marken können aber auch gesammelt und getauscht werden, dienen als Ausgangspunkt für ein Prämienspiel und sind inzwischen sogar mit modernen digitalen Möglichkeiten gekoppelt.

Die ersten dieser Marken wurden 1998 in der Tschechischen Republik ausgegeben. Dort sind heute über 1'700 Erlebnisorte mit eigenen Marken erfasst. Inzwischen sind elf weitere europäische Länder dazu gestossen; mit Holland und Slowenien kommen im laufenden Jahr zwei weitere dazu. Europaweit werden jedes Jahr rund 2 Millionen Marken verkauft. Für die Anbieter – ErlebnisOrte und Verkaufsstellen – bieten die Erlebnismarken die Möglichkeit, ihr Angebot zu vernetzen und so neue Kunden zu finden; touristisch interessante Orte eines Landes werden untereinander verbunden. Die Benutzer wiederum bauen sich durch das Sammeln ihr individuelles Ausflugs- und Erlebnisverzeichnis auf.

Auch das digitale Zeitalter hat nichts an dieser Sammelleidenschaft geändert. Tradition und Zukunft lassen sich problemlos verbinden. Die ErlebnisMarken gibt es nicht nur in Holz, sondern auch virtuell. Dank Angeboten wie GoogleEarth-Karten, Wikipedia, EveryTrail oder Geocaching entsteht rund um die Marken ein elektronisches Ausflugs- und Erlebnisportal mit vielen vertiefenden Informationen. Auf Facebook und Twitter können eigene Erlebnisse und Erfahrungen publiziert und mit anderen geteilt werden. Auf diese Weise sind die ErlebnisMarken auch für die digitale Generation attraktiv. (pd)


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