Die Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam hat sich per sofort von ihrer Markenbotschafterin Scarlett Johansson getrennt. Grund dafür sei der neuste Werbespot von Soda Stream für den Superbowl, in dem die Schauspielerin für das Produkt einer im Westjordanland ansässigen Wasserfirma wirbt, schreibt die "NZZ" am Freitag.
Das Engagement der 29-jährigen bei der israelischen Firma vertrage sich nicht mit ihrer Rolle bei der palästinenser-freundlichen Oxfam, erklärte die Hilfsorganisation am Donnerstag. Soda Stream unterhalte eine grosse Fabrik in einer israelischen Siedlung im Westjordanland und trage dazu bei, dass palästinensischen Gemeinden Rechte verwehrt würden, schreibt die NZZ weiter.
Johansson habe den Rücktritt als Oxfam-Botschafterin aus Respekt bereits selber bekanntgegeben, erklärte ihr Manager in Los Angeles gegenüber der NZZ. "Sie und Oxfam haben fundamentale Meinungsunterschiede."
Allerdings ist der Ärger für Scarlett Johansson damit noch nicht vorbei: Weil die Schauspielerin im umstrittenen Spot für Soda Stream die Konkurrenten Coca-Cola und Pepsi - zwei Superbowl-Hauptsponsoren - aufs Korn nimmt, zeigt ihn der TV-Sender Fox nur zensuriert. Auf Youtube wurde der unzensierte Spot (siehe oben) dafür zu einem Abräumer: Er wurde bereits millionenfach aufgerufen. (ml/set/NZZ)