Die Premium-Offensive der europäischen Autohersteller hat in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Steigerung des Anteils der Luxus-Marken an der Pkw-Produktion geführt. Zwischen 1990 und 2005 kletterte der Anteil der Premium-Marken nach Berechnungen der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) von knapp 20 auf fast 25 Prozent. Den Experten zufolge ist allerdings gleichzeitig das Geschäft im Luxus-Segment schwieriger geworden.
Der Aufstieg des Premium-Segments sei vor allem auf die wachsende Bedeutung der Mittelschicht als Käufer zurückzuführen, erklärt Felix Kuhnert, Partner bei PwC und Leiter des Bereichs Automotive Advisory. Hersteller wie Mercedes, BMW oder Audi hätten auf die Nachfrage mit einer Ausweitung der Produktpalette reagiert. Dabei habe sich die Produktoffensive zwar in gestiegenen Umsätzen niedergeschlagen. Gleichzeitig sind der Studie zufolge die Margen der Premium-Hersteller aber gesunken, da verstärkt kleinere Modelle verkauft wurden.