Schluss mit ungebetenen Werbeanrufen

Bonus.ch - Der Internetvergleichsdienst will sich dagegen wehren, dass Call Center unter seinem Namen anrufen.

Der Internetvergleichsdienst bonus.ch hat genug von unerwünschten Werbeanrufen unter seinem Namen. Er macht darum mobil gegen diese Call Center und will Partner an Bord holen, um den Druck auf Verwaltung, Telekomanbieter und Politik zu erhöhen.

Seit Anfang Jahr gäben sich Call Center für bonus.ch aus und störten mit Versicherungs- und Finanzthemen Telefonkunden mit dem Sperr-Stern im Eintrag, klagt bonus.ch am Freitag in einem Communiqué.

Dabei machten sie sich namentlich bei der Krankenversicherung den guten Namen des Internetvergleichsdienstes zunutze. Bonus.ch ist indessen ausschliesslich im Internet aktiv. Die Kunden können sich kaum gegen die Anrufe wehren, schreibt der

Vergleichsdienst weiter. Von rund 28'000 erfassten unerwünschten Werbeanrufen führten gemäss Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) nur 17 zu einem Urteil. Bonus.ch resignierte deshalb und leitete den Angaben zufolge keine rechtlichen Schritte gegen die Anrufer in seinem Namen ein.

Das könne gemäss dem Dienst aber keine Lösung sein. Da der Justizapparat keine befriedigende Lösung biete, müsse ein echter Wille zur Bekämpfung des Übels her, schreibt bonus.ch. Politiker, das SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft), das Bundesamt für Kommunikation und die grossen Telefonanbieter müssten aktiv werden.

Weil der Grossteil der Anrufe die Krankenversicherung betrifft, seien auch die Krankenkassenverbände santésuisse und curafutura gefordert. Die Praktiken der Call Center würden das negative Image der Krankenkassen bei der Bevölkerung nämlich verstärken. (sda/lcv)