23.04.2012

Schrecklich gut - das neue Aromat?

Es gibt ein neues Aromat. Und am besten passt es anscheinend in eine Horrorküche. Via Online-Wettbewerb suchen die verantwortlichen Marketer nun jedenfalls den Besitzer der uncoolsten Schweizer Küche. Aromat gehe mit dieser Aktion neue Wege in Sachen Online Marketing, heisst es in einer Mitteilung. Warum ausgerechnet eine Horrorküche als Werbemittel dient und was an der Idee neu ist, erläutert Assistant Brand Manager von Knorr - Unilever, Marisa Engi:
Schrecklich gut - das neue Aromat?

Marisa Engi, Sie suchen via Aromat-Microsite die uncoolste Schweizer Küche und behaupten, damit würden Sie neue Wege gehen im Online Marketing. Was genau ist neu?

Während wir mit der Kernmarke Knorr bereits über eine starke Online-Präsenz und bei Aromat gar über eine User-initiierte Facebook-Fanpage verfügen, treten wir mit der neuen Aromat Online-Kampagne nun auch auf Produktebene in den virtuellen Dialog mit Konsumenten. Die Aromat Facebook-Fanpage zählt bereits 25'000 User. Neu ist aber auch die Konzipierung der Kampagne mit crossmedialem Ansatz: Social Media-Applikationen werden mit Public Relations Aktivitäten sowie auch klassischer Werbung kombiniert und sprechen so eine breite Zielgruppe über verschiedenste Kanäle gezielt an.

Die Aromat-Fans wählen die fünf uncoolsten Küchen aus indem sie für sie voten. Anschliessend entscheidet die Jury, welche davon die gesuchte Horrorküche ist. Diese soll dann von einem Innendekorateur für 10'000 Franken zu einem Juwel umgestaltet werden, sagen Sie. Welche Idee steckt dahinter?

Der Wettbewerb soll die Produktneuheit Aromat "natürlich ohne" bekannt machen. Das Aromat "natürlich ohne" bietet allen Aromat-Liebhabern, die auf zugesetztes Glutamat verzichten möchten, die optimale Alternative zum Aromat ORIGINAL an. Die Idee war es einen Wettbewerb zu machen, der mit dem Ort, wo Aromat aufbewahrt und verwendet wird im Zusammenhang steht. Aus diesem Gedanken entstand dann die Idee, dass sich der Wettbewerb genau dort bewegen soll, wo das Produkt auch stattfindet: Nämlich in der Küche selbst. Ein Ort, der für junge Menschen zunehmend wichtiger wird und der dadurch an Attraktivität für unsere Kampagnen-Zielgruppe zugenommen hat.

Wer sitzt in der Jury?

In der Jury werden Marco Fritsche (Moderator von "Bauer ledig sucht"), Knorr Chefkoch Remo Walder, zwei Personen der Agentur Compresso AG und ich selber sitzen.

Dann ist die Agentur dahinter die Compresso AG. Bekommen Sie sonst noch Unterstützung?

Nein. Wir wählten zur Umsetzung und als Partner für diese Kampagne die Below The Line-Agentur Compresso AG. Die Zürcher Agentur ist spezialisiert auf crossmediale Kampagnen und führend in der Betreuung von umfassenden BTL-Marketing Projekten.

Der Ruf von Aromat ist wegen seiner Inhaltsstoffe umstritten. Sie bringen eine moderatere Form des Gewürzes mit der "uncoolsten Küche", ja mit der "Horrorküche" in Verbindung. Ist das für das Image von Aromat nicht gerade wieder ungünstig?

Das sehen wir nicht so. Die neue Aromat-Kreation ohne zugesetztes Glutamat entspricht dem wachsenden Bedürfnis nach gesunder Ernährung und bietet allen Aromat-Liebhabern, die auf Glutamat verzichten möchten sowie Konsumenten, die wegen dem Glutamat das Aromat ORIGINAL nicht verwendet haben, die perfekte Alternative.

Moderator Marco Fritsche und Knorr Chefkoch Remo Walder kochen dann in der Gewinnerküche ein exklusives Einweihungsessen. Warum soll der bodenständige Fernsehmann aus dem Appenzell den Ruf von Aromat aufbessern?

Beide sind "Ur-Schweizerisch" – Marco Frischte sowie das Aromat. Marco Fritsche bezeichnet sich zudem selbst als Aromat-Liebhaber und entspricht so dem typischen Schweizer, der in seinem Küchenschränkli immer ein Aromat stehen hat. Bei der Kampagne geht es darum, eine neue Aromat-Kreation vorzustellen und bekannt zu machen.

Was kostet die ganze Kampagne?

Dazu möchten wir keine Auskunft geben.

Wen und wie viele Menschen wollen Sie mit dieser Aktion erreichen?

Wir möchten mit dieser Aktion vor allem junge Konsumenten und Familien im Alter von 20 bis 39 Jahren ansprechen. Sie kennen das Produkt Aromat mehrheitlich bereits seit der Kindheit, jedoch verwenden sie es aufgrund des breiten Angebots an trendigen Gewürzen oder aufgrund der Zusatzstoffe im Aromat ORIGINAL nur selten. Dieser Gruppe ist nicht bewusst, wie vielfältig Aromat als Gewürz eingesetzt werden kann. Es geht darum, so viele Menschen in der Schweiz wie möglich zu erreichen.

Wie machen Sie darauf aufmerksam?

Wir machen vor allem auf der Facebook Fanpage von Aromat sowie in "20 Minuten" (Print & Online) auf den Wettbewerb aufmerksam.

Welche weiteren Offline-Massnahmen sind vorgesehen?

Als ergänzende Massnahmen schalten wir Inserate in der Coop Zeitung und begleiteten die Kampagne mit gezielter Medienarbeit. Auch für die Abschlussphase werden wir auf Public Relations setzen und mittels Medienarbeit, ergänzend zur Kooperation mit "20 Minuten", über den Gewinner informieren.

Wie promoten Sie das neue Aromat "natürlich ohne" sonst noch?

Das Aromat "natürlich ohne" wurde zu Ostern am Point of Sale in den Coop Filialen stark unterstützt und ein Sticker auf dem Aromat ORIGINAL Trio-Pack weist auf die Neuheit hin. Zudem gab es ein klassisches Handelsinserat in der Coop-Zeitung zur Lancierung vor Ostern. Vom 2.-20. April 2012 konnten zudem alle Fans von der Knorr-Facebook Fanpage an "Knorrli’s Oster Challenge" teilnehmen, bei dem es darum ging, mit Knorrli und seinem Lieblingsaromat (Aromat ORIGINAL oder Aromat "natürlich ohne") so viele Eier wie möglich zu sammeln.

Und wann kommt der Schritt ins Ausland?

Das Aromat ist bereits in diversen Ländern wie etwa Italien, Schweden, England, Frankreich, Holland, Deutschland erhältlich, jedoch mit einer anderen Verpackung und auch Rezeptur. Wir haben dabei eine exklusive Aromat-Rezeptur nur für die Schweiz.

Zum Vergleich: So sah Aromat-Werbung früher aus:

Interview: Christine Schnyder


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