Über die Hälfte aller Schweizerinnen und Schweizer freuen sich auf die Fussball-EM im eigenen Land. Die Freude hat aber innert Jahresfrist kaum zugenommen. Das ergaben zwei repräsentative Befragungen des Meinungsforschungsinstituts DemoSCOPE, wie das Markt- und Meinungsforschungsunternehmen mitteilt.
In gut vier Monaten wird in der Schweiz und in Österreich die Fussball-Europameisterschaft eröffnet. 54 Prozent von 1005 befragten Personen in der Deutschschweiz und der Romandie sagen, dass sie sich auf diesen Anlass freuen. Nur 6 Prozent ärgern sich darüber. Den Rest lässt die Sache kalt (38 Prozent), oder sie haben sich noch keine Meinung gebildet (2 Prozent).
Ähnlich sah es laut DemoSCOPE allerdings schon vor genau einem Jahr aus. Da war die Zahl der Unbetroffenen noch um 6 Prozent höher und lag bei 44 Prozent. Unterdessen freuen sich gleichermassen etwas mehr Leute bzw. ärgern sich über diesen anstehenden Mega-Event.
Dass die Begeisterung sich weiterhin in Grenzen hält, zeigt sich auch beim Vergleich von vier Argumenten. Dass die EM unnütz Millionen von Steuergeldern verschlingt, glaubt mittlerweile eine relative Mehrheit von 49 Prozent. Vor einem Jahr waren es erst 43 Prozent. Und 31 Prozent sind heute davon überzeugt, dass während dieses Grossereignisses in der Schweiz das Risiko von Terroranschlägen massiv ansteigen wird (2007: 22 Prozent).
Weiterhin sind vier Fünftel aller Befragten der Ansicht, die EM sei gut für das Image der Schweiz in der Welt. Ebenso viele denken, dass die Schweizer Wirtschaft von diesem Fussball-Grossanlass im eigenen Land profitieren wird. Vor einem Jahr waren es noch 3 Prozent mehr gewesen.