Die Schweiz ist unter den beliebtesten Ländern der Welt auf Platz zwei. Das ergibt die vierte Ausgabe des Anholt Nation Brands Index, eine weltweite Umfrage zum Image von 35 Nationen, die vom Markenexperten Simon Anholt in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungssoftware-Unternehmen GMI (Global Market Insite, Inc.) entwickelt wurde. Das globale Meinungsbarometer untersuchte, wie die 25907 Befragten rund um den Globus die Kultur, Politik, Wirtschaft und Bevölkerung, das Investitionspotenzial und die touristische Anziehungskraft verschiedener Länder sehen.
Besonders gute Noten bekam die Schweiz für ihre Kompetenz und Fairness bei Regierungsangelegenheiten (auf dem ersten Platz vor Schweden und Kanada), für seinen Beitrag zum Weltfrieden -- (auf dem ersten Platz vor Schweden und Norwegen) -- und für das Einhalten von Menschenrechten und den Umgang mit den Landsleuten (Platz eins nochmal vor Schweden und Kanada). Auch in den Bereichen "Bildung" (Top 5) und "Forschung und Technologie" (Top 10) schnitt die Schweiz gut ab.
"Das Markenimage von Ländern gewinnt im Zeitalter der Globalisierung immer mehr an Bedeutung", erklärt Simon Anholt. "Weil Nationen miteinander um die Aufmerksamkeit, die Achtung und das Vertrauen von Investoren, Touristen, Verbrauchern, Geldgebern, Einwanderern, Regierungen anderer Länder und Medien konkurrieren, bedeutet ein starkes und positives Image einen Wettbewerbsvorteil. Nationen müssen nachvollziehen können, wie sie von der Weltöffentlichkeit gesehen werden und wie ihre Erfolge und Misserfolge, ihr positives wie negatives Kapital, ihre Bevölkerung und ihre Produkte sich in ihrem Image widerspiegeln."
Neben dem Ranking wurde auch erstmals der finanzielle Markenwert verschiedener Ländermarken berechnet -- laut Studie ein Mass dafür, wie stark das Länderimage zur Volkswirtschaft beiträgt. Die Marke Schweiz liegt bei dieser Berechnung mit einem Wert von 558 Milliarden US-Dollar auf Platz 14. Das entspricht 156 Prozent des Schweizer Bruttoinlandsprodukts. Insgesamt reichen die Markenwerte der untersuchten Länder von 43 Milliarden US-Dollar für die Marke Polen bis rund 18 Billionen US-Dollar für die Marke USA.