Männer sind keineswegs versierter im Umgang mit dem Computer und dem Internet als Frauen. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage bei 538 Frauen zur Ermittlung des "Digital Life Index" der Schweizer Bevölkerung. So kaufen prozentual ähnlich viele Frauen übers Internet ein, heisst es in einer Mitteilung. Daneben kommunizieren die Frauen oft und gerne auf digitalem Weg und favorisieren, analog den Männern, E-Mail und Instant Messaging für den interpersonalen Dialog.
Der augenfälligste Unterschied zwischen den Geschlechtern liegt gemäss der Analyse bei der Wertschätzung von digitalen Technologien. Nur knapp 15 Prozent der Frauen empfinden den Computer als unverzichtbaren Gegenstand. Bei den Männern kommen gut doppelt so viele zum Schluss, nicht auf den Computer verzichten zu wollen. Als die Teilnehmer jedoch nach den drei Dingen gefragt wurden, die sie auf eine einsame Insel mit Strom-, TV- und Internetzugang jedoch ohne Telefonleitungen mitnehmen würden, waren sich die Antworten prozentual sehr ähnlich.
Dies zeige, dass Männer den Computer eher als Statussymbol und Unterhaltungsmedium betrachten, die Frauen denselben vorwiegend nur als Kommunikationsmedium einstufen. Generell könne gesagt werden, dass sich die befragten Schweizer Frauen im Umgang mit dem Computer und Internet sehr versiert zeigen, heisst es weiter in einer Mitteilung.
Mit dem Digital Life Index berechnen Microsoft Consumer & Online und Publicis seit Februar 2009 halbjährlich den Anteil digitaler Medien und Technologien im Alltagsleben der Schweizer Bevölkerung. Die telefonischen Interviews wurden bei rund tausend Männern und Frauen im Alter von 15 bis 74 Jahren in der deutschen und französischen Schweiz durchgeführt. Die nächste Umfrage findet im September statt.