Immer mehr Schweizer Haushalte bewegen sich zu Einkäufen jenseits der Grenzen. Eine erneute Analyse der Entwicklung des Kaufverhaltens im Haushaltspanel von ACNielsen über die letzten 4 Jahre hat diese interessante Erkenntnis gebracht.
In der jüngsten Vergangenheit ist die Haushaltspenetration auf knapp 35 Prozent angestiegen. Dies entspricht einer Zunahme um fast 20 Prozent (bzw. rund 180'000 Haushalte) bezogen auf den Wert von 29 Prozent, der vom Mai 2001 bis April 2002 ermittelt wurde. Im Jahr 2003 lag die Penetration noch bei 32 Prozent.
Im Hinblick auf den pro Einkauf ausgelegten Wert (Summe aller im Scanner erfassten Einzelprodukte, die in der Artikelstamm-Datenbank erkannt wurden) konnte im Vergleich zu Mai 01 April 02 ebenfalls eine moderate Steigerung um 6 Prozent festgestellt werden. In den letzten 12 Monaten bis Ende April 2005 belief sich dieser Wert auf durchschnittlich 38.60 Franken. Im Jahr 2003 waren es zwar 39.60 Franken pro Einkauf, doch die Haushaltspenetration war geringer.
Die gesamthafte Einkaufssumme als Total des ebenfalls zu erfassenden Kassenbons bzw. Ladenbesuches lag bei der neusten Analyse bei rund 93.- Franken. Darin enthalten sind auch alle Artikel, die nicht spezifisch erfasst wurden, wie z.B. Medikamente, Spielwaren, Zeitschriften, usw.
Die bedeutendste Zunahme über die letzten 4 Jahre lag eindeutig bei der Häufigkeit der Auslandeinkäufe. Diese liegt seit bei durchschnittlich 8.8x pro Jahr. Unverändert zwar gegenüber dem Vorjahreswert, gesteigert jedoch um 35 Prozent betrachtet über 4 Jahre.
Im Ländervergleich bestätigt sich Deutschland an der Spitze. Italien würde sicher eine wesentlich höhere Haushaltspenetration erreichen, doch der Kanton Tessin ist im Panel von ACNielsen nicht entahlten. Die (erkannten und einzeln erfassten) Ausgaben liegen in Italien mit durchschnittlich über 50.- Franken pro Einkauf am höchsten.
Der vertiefte Blick in die soziodemografische Analyse der "Einkaufstouristen zeigt eine starke Präferenz bei den älteren Paaren. In diesem Segment liegt die Haushaltspenetration 30 Prozent über dem Schweizer Mittelwert.