Schweizer Marke neu in indischer Hand

Switcher - Modisch zurück zu den Wurzeln.

Der Textilhändler Switcher hat einen neuen Besitzer. Gründer Robin Cornelius hat seine Aktienmehrheit (51 Prozent) seinem Geschäftspartner Durai Duraiswamy verkauft, wie die Zeitung "Der Sonntag" berichtet. Duraiswamy ist Inhaber der indischen Prem Group (PGC), die Switcher seit 1984 mit Textilien beliefert und seit 2002 in Indien zusammen mit Cornelius 80 Switcher-Läden führt. "Ich träume seit vielen Jahren vom Zusammenschluss mit Durais Firma", sagt Cornelius im "Sonntag". Er sei weiterhin als Firmenpräsident sowie neu als strategischer Produktleiter aktiv. Mit PGC könne Switcher die Vertikalisierung stärken - die Kontrolle der Produktion in Indien bis zum Verkauf im Shop.

In den letzten drei Jahren ging es mit dem Lausanner Unternehmen bergab. Wurden 2007 über 80 Millionen Franken Franken umgesetzt, rechnet Cornelius dieses Jahr nur noch mit 50 Millionen - auch weil die Partnerschaft mit Coop Ende Jahr nicht verlängert wird und somit 60 Switcher-Corner in Coop-Filialen verloren gehen. "Die Switcher-Kultur ging etwas verloren", sagt Cornelius gegenüber der Zeitung. "Die bisherige Geschäftsleitung wollte aus Switcher einen Grosskonzern machen. Aber das sind wir nicht, wir sind ein KMU." Mittelfristig peilt er einen Umsatz von 70 Millionen Franken an. Cornelius möchte modisch zu den Wurzeln zurückkehren: "Wir wollen klassische, unverwüstliche Basic-Kleider in verschiedenen Farben anbieten, ohne viel Firlefanz."