Schweizerinnen und Schweizer sparen vor allem bei Kleidern. An zweiter Stelle kommt die Unterhaltungselektronik. Am wenigsten auf Portemonnaie geschaut wird gemäss Internetvergleichsdienst comparis.ch bei Freizeitbeschäftigungen.
Dies geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Demoscope hervor, die comparis.ch im Hinblick auf den Weltspartag vom Freitag durchführen liess. 1230 Personen aller Altersgruppen, Sprachregionen, Bildungsschichten und Einkommensklassen gaben im Oktober telefonisch über ihre Spargewohnheiten Auskunft, wie comparis.ch am Donnerstag mitteilte.
Dabei stellte sich heraus, dass Familien mit Kindern in allen Kategorien am meisten sparen. Dies zeige, dass es bereits jetzt für sie nicht einfach sei, über die Runden zu kommen, sagte Richard Eisler, Geschäftsführer von comparis.ch, gemäss Communiqué. Mit der sich abzeichnende Rezession werde sich die Situation noch verschärfen.
Bei Autos, Ferien und Freizeit sparen Singles am wenigsten. Personen, die in einer Partnerschaft leben, schauen bei Lebensmitteln und Unterhaltungselektronik am wenigsten aufs Geld.
Männer sparen weniger als Frauen
92 Prozent der Befragten gaben an, dem Sparen gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt zu sein. Nur rund ein Drittel vergleicht allerdings tatsächlich beim Einkauf von Produkten des täglichen Bedarfs den Preis und die Qualität. Die Hälfte der Befragten tut dies teilweise. Von den Teilnehmenden, die Sparen keine gute Sache finden, vergleichen immerhin 83 Prozent die Preise trotzdem.
Die Umfrage zeigt weiter, dass Männer weniger sparen als Frauen. Zwei von 10 Befragten vergleichen die Preise nie, bei den Einkäuferinnen sind es nur halb so viele. Auch ältere Personen schauen gut aufs Geld. Fast die Hälfte der Rentnerinnen und Rentner vergleichen die Preise. Bei den unter 25-Jährigen macht das nur jeder Fünfte. (sda)