Schweizer Sponsoring trotzt Wirtschaftsproblemen

Umfrage - Sponsoring spiele für Mehrheit eine zentrale Rolle.

Sponsoring entwickelt sich in der Schweiz auch in den aktuell wirtschaftlich schwierigeren Zeiten positiv. Eidgenössische Unternehmen engagieren sich vermehrt im Sponsoring und haben ihre bestehenden Aktivitäten deutlich professionalisiert. Dies sind einige der Ergebnisse des 10. Schweizer Sponsoring-Barometers von Sport + Markt und der Europäischen Sponsoring-Börse ESB. An der Befragung nahmen 136 Werbeleiter grösserer schweizerischer Unternehmen teil, wie es in einer Pressemitteilung vom Mittwoch heisst.

Für mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen nimmt Sponsoring in ihrem Marketingmix bereits eine zentrale Stellung ein im Vergleich zu Werbung und anderen Kommunikationsinstrumenten. Vor vier Jahren lag der Anteil noch bei 41 Prozent.

"Viele Schweizer Unternehmen haben mittlerweile eine klare Vorstellung, was sie mit ihren Engagements erreichen wollen und wie sie das umsetzen können", erklärt Pascal Schulte, Sales Director Switzerland des Forschungs- und Beratungsunternehmens Sport + Markt. "Die Zeiten in denen es Sponsoren genügte, dass ihr Logo auf einer Bande im Fernsehen zu sehen war, sind lange passé! Sponsoren wollen die gesponserte Plattform häufig mitgestalten und vernetzen ihr Sponsoring mit ihrer klassischen Werbung, PR, Verkaufsförderung und nicht zuletzt ihren Social-Media-Aktivitäten."

Doch die Schweizer Sponsoren setzen laut Umfrage nicht nur auf Sport: Kultur- und Soziosponsoring haben stark aufgeholt. Drei Viertel der sponsernden Unternehmen engagieren im Kulturbereich, 62 Prozent betreiben Soziosponsoring beispielsweise im Bildungs- und Gesundheitsbereich und immerhin 28 Prozent sind aktiv im Umweltsponsoring. "Ein zentrales Anliegen nahezu aller Unternehmen ist es, zu zeigen, dass sie sozial verantwortlich handeln und hier in der Gesellschaft verankert sind. Genau das leisten Sozio-, Umwelt- und Kultursponsoring und auch der Sport bietet sich dafür an, erläutert ESB-Geschäftsführer Hans-Willy Brockes. (pd)