15.05.2011

Google Street View

Schweizer Tourismus kann auf Tool verzichten

Kein Gästeverlust befürchtet, sollte Dienst abgeschaltet werden.

Der Schweizer Tourismus ist viel weniger auf Street View angewiesen als Google öffentlich behauptet. Dies berichtet die Zeitung "Der Sonntag" unter Berufung auf eine Umfrage in Ferienregionen. Die Abhängigkeit von dem Tool sei "noch an einem sehr geringen Ort", sagt Patrizia Pulfer von Interlaken Tourismus. Die Ferienregion hat Street View auf ihrer Internetseite installiert, doch Pulvers Prognose ist klar: "Wir gehen nicht davon aus, dass wir einen Gästeverlust hinnehmen müssten, wenn wir das Tool nicht mehr hätten." Genau damit droht Google und will Street View in der Schweiz abstellen, wenn es bei den strengen Auflagen bleibt.

Doch die Drohung verpufft auch bei Zürich Tourismus: Street View habe "keine besonders grosse Bedeutung", sagt Zürich Tourismus-Präsident Elmar Ledergerber. "Wir stellen nicht fest, dass die Gäste mit diesem Dienst eng verbunden wären. Sie zieht es auch ohne Street View nach Zürich." Selbst Schweiz Tourismus räumt ein, dass die Bedeutung nicht messbar ist: "Eine Eins-zu-eins-Korrelation zwischen der Nutzung von Google Street View und dem Kaufentscheid können wir aber nicht herstellen", sagt Sprecherin Daniela Bär.


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