Schweizer Tourismus verpasst Chancen

Rucksacktourismus - "Oft die begüterte Kundschaft von morgen".

Rucksacktouristen werden in der Schweiz bisher vernachlässigt. Der Tourismus für Menschen mit kleinem Budget verfügt aber über ein interessantes Potenzial, wie eine Studie der Universität Lausanne (UNIL) feststellt.

Die Branchenvereinigung Swiss Backpackers zählt hierzulande 21 Tourismusbetriebe, die sich auf Rucksacktouristen spezialisiert haben. Das Angebot dieser so genannten "Backpacker"-Hotels richtet sich vor allem an junge Menschen, die mit kleinem Budget und kleinem Gepäck (Rucksack) in der Welt herumkommen wollen. Am meisten Betriebe gibt es in der Westschweiz und in Bern.

Die Tourismusforscher aus Lausanne haben bei Besuch von 12 Betrieben und in Gesprächen mit 320 Rucksacktouristinnen und- touristen ein "Backpacker"-Profil erstellt. Meistens sind diese Touristen eher jung (Durchschnitt: 26 Jahre), englischsprachig und Studierende. Im Schnitt bleibt der ausländische Rucksacktourist zwei Wochen. Er oder sie geben ungefähr 90 Franken pro Tag aus: 35 Fr. für die Beherbergung, 22 Fr. für Essen und Getränke und 32 Fr. für Ausflüge, Museen und Sport.