Ski verschwindet aus dem Markennamen

Ticketcorner - Das Ticketingunternehmen aus Wallisellen hat sein Angebot für Bergbahnen umbenannt. Damit will das Unternehmen zeigen, dass die Plattform nicht mehr nur Wintertickets verkauft.

Ticketcorner Ski tritt neu als Ticketcorner.Peak auf, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Plattform ist 2008 gestartet, nach eigenen Angaben als erste im Alpenraum für den Onlineverkauf von Skitickets. Heute unterstützt sie laut Ticketcorner Bergbahnen, Destinationen und Vertriebspartner beim Verkauf und bei der Vermarktung ihrer Angebote während des ganzen Jahres.

Neue Funktionen oder Angebote kündigt Ticketcorner nicht an. Apps, Skicards und Vertriebskanäle bleiben für die Gäste gleich, ebenso Schnittstellen, Prozesse und Ansprechpartner für Bergbahnen und Vertriebspartner. Zum Anteil des Sommergeschäfts, zur Zahl der Partnerbahnen und zu Verkaufszahlen macht das Unternehmen in der Mitteilung keine Angaben.

Den Klimawandel erwähnt die Mitteilung zwar nicht explizit. Aber für die Bergbahnen hat er Folgen. Gemäss dem im November 2025 vorgestellten «Kompass Schnee» von Seilbahnen Schweiz, Schweiz Tourismus und mehreren Forschungsinstituten wird die Schneesicherheit vor allem in tieferen Lagen abnehmen. Im vergangenen Winter verzeichneten Skigebiete unter 1500 Metern laut der Saisonbilanz des Verbands sechs Prozent weniger Ersteintritte als im Vorjahr. Die Saison sei wegen geringer Schneefälle schlecht gestartet.

Gleichzeitig wächst das Sommergeschäft. Eine 2024 veröffentlichte Studie von Seilbahnen Schweiz und der Hochschule Luzern zu 77 Seilbahnunternehmen bezifferte das Wachstum des Sommer-Verkehrsertrags zwischen 2014 und 2022 auf 45 Prozent. Damit machte er rund einen Viertel des gesamten Verkehrsertrags aus. Im Sommer 2026 lagen die Ersteintritte von Mai bis Ende September gemäss Seilbahnen Schweiz zehn Prozent über dem Vorjahr und 28 Prozent über dem Fünfjahresschnitt. Der Verband führt das vor allem auf den heissen, trockenen Sommer zurück. Er sieht darin aber auch eine Bestätigung des langfristigen Trends zum Sommergeschäft. Für viele Betreiber bleibt der Winter trotzdem wichtiger: Wintersportbahnen müssen laut der Studie jeden fehlenden Wintergast mit 1,3 bis 4,2 Sommergästen ausgleichen.

Ticketcorner gehört über eine Holding je zur Hälfte dem deutschen Ticketingkonzern CTS Eventim und dem Medienhaus Ringier. (pd/nil)