Sorgen wegen marktbeherrschender Stellung von Coop

Promarca - Verband befürchtet Verminderung der Angebotsbreite.

Nachdem die Wettbewerbskommission (Weko) die Übernahme von Carrefour durch Coop mit Auflagen genehmigt hat, kritisiert der schweizerische Markenartikelverband Promarca in einer Stellungnahme vom Donnerstag die Haltung der Weko bezüglich der Beurteilung zukünftiger Marktsituationen. Promarca hatte gegenüber der Weko insbesondere darauf hingewiesen, dass der Zusammenschluss von Coop mit Carrefour einmal mehr zu einer Verminderung der Angebotsvielfalt für den Endkonsumenten führen werde, weil am Schluss nur noch ein einziger Hauptplayer mit nationaler Abdeckung für Markenartikel das Sagen habe.

Mit dem Wegfall von Carrefour wird sich in den Augen von Promarca die Position von Coop auf dem Schweizer Markt noch weiter verstärken. Die entstandene Nachfragemacht von Coop werde dadurch einen erheblichen Einfluss darauf haben, welche Produkte auf den Schweizer Markt kommen und welche nicht. Promarca hält es für unwahrscheinlich, dass Aldi und Lidl mit ihrem kleinen Sortiment den Zugang für innovative Markenprodukte auf dem Schweizer Markt im grösseren Stil ermöglichen.

Der Markenartikelverband gibt im Communiqué seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich Coop ihrer enormen Verantwortung gegenüber Konsumenten und Produzenten bewusst werde und den Anliegen der Konsumenten nach einer breiten Palette von Markenprodukten, darunter auch internationale Markenprodukte, in Zukunft Rechnung trage. Es sei ebenfalls zu hoffen, dass Coop den Markenunternehmen und deren innovativen Produkten einen fairen Zugang zum Markt ermögliche und die Machtposition nicht ausnutze.