Die Uhren- und Schmuckmesse "Baselworld" hat zum Abschluss am Donnerstag einen "Spitzenjahrgang" gemeldet. Nach dem Sars-Debakel 2003 kamen nun 89'350 Gäste, was einem Plus von 38.8 Prozent entspricht. Die Aussteller seien "höchst zufrieden".
Die achttägige Fachmesse habe in diesem Jahr ihre Rolle als Leitveranstaltung der Branche weltweit bestätigt, teilte die Messe Schweiz weiter mit. 2186 Aussteller aus 44 Ländern hatten ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen vorgestellt. Über 2100 Medienschaffende aus aller Welt hätten über die Messe berichtet.
Die diesjährige "Baselworld" sei gar die beste aller Zeiten gewesen, werden mehrere ungenannte Aussteller zitiert. Bei einer repräsentativen Befragung hätten auch 92 Prozent der Besuchenden die Messe als Pflichttermin bezeichnet. Die nächste Basler Uhren- und Schmuckmesse ist auf 31. März bis 7. April 2005 angesetzt.
Für dieses Jahr hatten die Ausstellungsmacher wieder rund 80'000 Besucherinnen und Besucher erwartet, nachdem 2003 der Andrang um 22 Prozent auf 64'350 Gäste nachgelassen hatte. Damals wurde wegen der Sars-Epidemie Personal aus betroffenen Ländern von den Messeständen verbannt, was heftige Proteste asiatischer Händler auslöste.
Wegen Sars alles wieder in Basel
Zudem geriet mit diesem Bannstrahl des Bundes auch die erstmalige Verlegung eines Teils der Basler Uhren- und Schmuckmesse aus Platzgründen nach Zürich zum Flop. Für dieses Jahr war in Basel eigens eine Zusatzhalle eingerichtet worden. Und die Delegationen aus den Sars-betroffenen Ländern waren heuer so gross wie noch nie.
Mit der neuen Halle ist die Ausstellungsfläche auf 160'000 Quadratmeter brutto angewachsen. Die Messeleitung plant nun nicht mehr quantitatives Wachstum, sondern eine "Konsolidierungs- Phase", wie sie weiter mitteilte. Das messeigene Schiedsgericht hat 27 Patentverletzungen festgestellt, was im Vorjahresrahmen liege.