Die Host City Basel hat seine Suche nach weiteren Sponsoren abgebrochen. Vor rund einem Monat hatten die Organisatoren zwei von vier möglichen Geldgebern gefunden. Die weitere Suche musste nun jedoch erfolglos abgebrochen werden, wie die "Basler Zeitung" ("BaZ") berichtet. Die Gastgeberstadt erreicht die budgetierten Erträge nicht. Da laut Regierungsrat Christoph Eymann so kurz vor dem Start des Fussball-Events nicht mehr viele Einsparungen gemacht werden können, sei es wahrscheinlich, dass man die im Budget vorgesehene Reserve von zwei Millionen Franken anzapfen werde. Einen Nachtragskredit möchte Eymann auf alle Fälle vermeiden, schreibt die "BaZ" weiter.
Der Euro-Delegierte Hanspeter Weisshaupt bedauerte am Montag vor den Medien insbesondere, dass die Pharmakonzerne für das Sponsoring abgesagt haben. Zudem habe die Exklusivitätsvorgabe der UEFA-Sponsoren die Suche erschwert. Gastgeber-Schulungen und Volunteer-Vorbereitung seien auf Kurs, hiess es weiter. Das Standortmarketing will EURO-Gästen in einem extra-Pavillion den Sinn des Slogans "Basel. mehr als 90 Minuten." erklären.
Die Leistungen des Militärs könnte die Host City Basel auch teurer zu stehen kommen als bisher angenommen. Der Bund stellt den vier Gastgeberstädten insgesamt zehn Millionen Franken für die Armee zur Verfügung. Wie die "BaZ" schreibt, fordert das Militär allerdings eine separate Abgeltung für Leistungen, die vor oder nach der EM erbracht werden. Dies soll gemäss Aussagen vom Sicherheitschef der Basler Host City, Rolf Meyer, verhindert werden. Er ist zuversichtlich, dass das beim Bund eingereichte Gesuch um Kostenerlass vom Bundesrat gutgeheissen wird.